Archiv für die Kategorie ‘Garten’

Hamburg/Mainz (ots) – Eine Recherche von Greenpeace und Bioland zeigt gentechnische Verunreinigungen von Saatgut in Deutschland. Die nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass 22 der 2009 in Deutschland untersuchten 386 Mais-Proben, gentechnisch verunreinigt waren. In elf Proben wurden in der EU nicht zugelassene Gen-Mais-Sorten gefunden. In elf weiteren Proben wurde der in Deutschland verbotene Gen-Mais Mon810 nachgewiesen. Greenpeace und Bioland fordern die Bundesländer auf, durch strengere Kontrollen die Verunreinigung des Saatgutes zu verhindern und bei Verstößen die sofortige Vernichtung der Gen-Pflanzen anzuordnen.

Das Vorgehen der Bundesländer bei Saatgutverunreinigungen mit dem Gen-Mais Mon810 ist völlig inakzeptabel„, sagt Thomas Dosch, Präsident von Bioland. „So wurde der riskante Gen-Mais auch dieses Jahr ohne das Wissen der Landwirte auf Felder ausgesät, obwohl er in Deutschland nicht angebaut werden darf.

Seit 2006 besteht eine Absprache der Bundesländer, nach der Saatgut mit dem Gen-Mais Mon810 verunreinigt sein darf. So sehen die Länder keinen Handlungsbedarf bei Verunreinigungen bis zu 0,1 Prozent. Diese Praxis verstößt nach Auffassung von Greenpeace und Bioland gegen das europäische Reinheitsgebot für Saatgut. Eine Verunreinigung von 0,1 Prozent bei Maissaatgut führt in der Praxis zu 80 bis 100 Gen-Pflanzen pro Hektar.

Es kann nicht sein, dass Informationen über Verunreinigungen von Saatgut erst über langwierige Behördenanfragen zugänglich werden oder gar von Betroffenen eingeklagt werden müssen„, sagt Stephanie Töwe, Gentechnikexpertin von Greenpeace. „Verbraucher, Landwirte und Hersteller haben ein Recht auf Gentechnikfreiheit. Deshalb muss ein hundertprozentiges Reinheitsgebot für Saatgut gelten.“

Auch müssen die Pflanzen auf den Flächen vernichtet werden, auf denen versehentlich verunreinigtes Saatgut ausgesät wurde. Diese Felder müssen dann flurstückgenau im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingetragen werden, da hier trotz der Vernichtung noch gentechnisch veränderte Pflanzen in den Folgejahren keimen können. Zwar sieht das BVL diese Kategorie bereits vor, jedoch werden die Daten der Bundesländer bisher nicht an das Bundesamt gemeldet.

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Pflanzen, die sich breit machen

Veröffentlicht: 6. Mai 2009 in Forschung, Garten, Umwelt
LogoDie einen kommen bei ihrem Anblick ins Schwärmen, andere bleiben ungerührt. Wieder andere bringt es fast auf die Palme, wenn sie sie entdecken: Die Rede ist von Archäo- und Neophyten, Pflanzen, die ursprünglich nicht in unseren Breiten beheimatet waren, sich hier aber mittlerweile breit gemacht haben. Diese Einwanderung hat Geschichte. 1855 wurde zum Beispiel die Kanadische Wasserpest eingeschleppt.

Der Biologie, Dr. Gregor Schmitz, Leiter des Botanischen Gartens der Universität Konstanz, ist Experte rund um die Einwanderer. Er sagt: „Die Einwanderer haben ganz gehörige Auswirkungen auf das natürliche Gefüge.“ Diese müssen nicht unbedingt negativ sein. Selbst das invasive Indische Springkraut wirkt nicht auf allen Ebenen verarmend. Nach seinen Untersuchungen sind beispielsweise die Blüten für Hummeln und Bienen attraktiver als die des heimischen Springkrautes. „Insgesamt habe ich gelernt, dass man sehr differenziert hinschauen muss, da die ökologischen Auswirkungen von vielen Parametern beeinflusst werden. So kann sich eine fremde Pflanzenart auf bestimmte heimische Arten negativ, auf andere dagegen positiv auswirken“, so Schmitz.

Um die Auswirkungen verständlich zu machen, ist im Botanischen Garten der Universität Konstanz ein „Invasionsbiologischer Lehrpfad“ eingerichtet. Hier tritt in einer Kampfarena Goldrute gegen den heimischen Rainfarn an. Wer gewinnt, wie viele Neophyten und Archäophyten es eigentlich gibt und welche ganz neuen heimlich in die Gärten eingewandet sind, sagt Dr. Gregor Schmitz in einer neuen Folge von „Im Gespräch“ unter http://www.uni-konstanz.de/news/imgespraech

Der Biologe Dr. Gregor Schmitz beschäftigt sich intensiv mit Archäo- und Neophyten,  Pflanzen die ursprünglich nicht in unseren Breiten zu finden sind. Sind diese neuen Bewohner immer negativ für die einheimische Natur? Sorgen sie vielleicht auch im positiven Sinne für mehr Vielfalt?

Der Tannenbaum ist weg

Veröffentlicht: 6. Januar 2008 in Garten, Persönliches

Der Tag begann nach einer viel zu kurzen Nacht (siehe „Webseiten programmieren„) auch viel zu früh, als gegen 6:00 Uhr der dumme Hund anfing zu bellen. Das hat man dann von fast volljährigen Töchtern, die gerne im Hellen heim kommen wollen.

Jedenfalls haben wir es heute dann geschafft den Weihnachtsbaum zu „entschmücken“ (weiß jemand wie das Gegenteil von schmücken heißt?), klein zu schnippeln und weg zu bringen. Die Äste dienen jetzt den Rest des Winters als zusätzlicher Frostschutz für einige Pflanzen im Garten.

Obwohl ich ehrlich glaube, dass es für meine beiden Keulenlilien (Cordyline australis) und mein indisches Blumenrohr (Canna indica) schon zu spät war. Naja, jetzt hilft eh nur noch abwarten und irgendwas trinken.

Heute Abend hab ich dann noch schnell 3 weitere Seiten programmiert. Die sind aber noch nicht online, weil sie noch nicht durch die Zensur (meine Gattin) sind.

Jetzt schau ich mir den Rest von Spiderman 2 an und blättere dabei ein bisschen in nem Garten Katalog.