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Kalker fühlen sich diffamiert

Claus Ludwig, Ratsmitglied der LINKEn und Anwohner an Kalk Post sowie der linke Bezirksvertreter HP Fischer aus Neubrück sind empört über die in der BILD Köln zitierten Äußerungen von Funktionären der sogenannten „Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG)“ über die angebliche Gefährlichkeit von Straßen im Stadtbezirk Kalk.

 

Claus Ludwig erkennt in den Beschreibungen seinen Stadtteil nicht wieder und glaubt, dass weder die Beamten noch die BILD-Mitarbeiter jemals in Kalk zu Besuch waren:

„Diese Berichte sind nichts als Schauermärchen. Von einer ,berüchtigten Drogenszene‘ an Kalk Post ist weder mir noch anderen längjährigen Anwohnern etwas bekannt. Die Polizei-Funktionäre und die BILD-Journalisten wissen offensichtlich nicht einmal, dass Kalk Post und Kalk Markt zwei unterschiedliche Plätze sind. Selbst die Nationalität des 2008 tragischerweise ums Leben gekommenen Jugendlichen wird in dem Bericht falsch angegeben. Bei den folgenden Trauerprotesten wurden auch nicht, ganze Straßenzüge gesperrt‘, sondern die Kalker Hauptstraße erlebte zwei angemeldete Demonstrationen.“

 

HP Fischer sieht in den Berichten eine reine Diffamierung der Menschen in den genannten Stadtteilen:

„In unseren Veedeln wohnen viele arme und erwerbslose Menschen. Vielen Jugendlichen fehlt die Perspektive. Wir lassen uns aber nicht als Ghetto diffamieren, in dem jugendliche Banden regieren. Das ist eine Beleidigung der Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Veedel. In einem Teilstück der Gernsheimer Straße in Ostheim gab es mal Probleme mit Jugendgewalt, aber es gibt dort keine einzige Gang. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst des Veedel e.V. und seiner engagierter Mitarbeiter.

 

Claus Ludwig fragt sich, was mit solchen Geschichten erreicht werden sollen:

„Solche erfundenen Schreckensmeldungen können nur einen Zweck haben: Bürgern und Polizeibeamten soll Angst eingejagt werden. Angst erhöht die Spannungen: Wer Jugendliche als potenzielle Kriminelle ansieht, wird schneller bereit zur Konfrontation sein. Es scheint, den Funktionären der sogenannten, Deutschen Polizeigewerkschaft‘ ist es zu ruhig in Köln. Sie wollen Probleme herbeireden. DpolG-Chef Wendt hatte schon vor den Demonstrationen am 1. Mai unverantwortlich von möglichen ,Toten‘ geredet, um die Stimmung anzuheizen. Wendt scheint zu den extrem rechten Kräften im Staatsapparat zu gehören. Denen ist jedes Mittel Recht, um polizeiliche Aufrüstung und härteres Durchgreifen gegen Jugendliche durchzusetzen.“

 

Artikel vom 17. Mai 2010

Artikel vom 18. Mai 2010

Artikel vom 19. Mai 2010

Den Spruch man soll die Kirche im Dorf lassen kennt wohl jeder, aber wie sieht so was in der Praxis aus? Ganz einfach in dem man den Menschen, die rund um diese Kirche wohnen auch gar nicht erst die Möglichkeit gibt zum Beispiel am Sonntag-Morgen lieber ins Freibad zu fahren, als in die Kirche zu gehen. Auf der Homepage des Waldbad-Dünnwald kann man derzeit lesen:

Endlich ist es wieder soweit. Am 01.05.2010 eröffnen wir wieder für Sie das Waldbad. Wir laden Sie herzlich ein. Kommen Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden, und genießen Sie Ihre Freizeit.
[…] An heißen Sommertagen, sowie an den Konzerttagen werden die Parkplätze knapp.
Bitte auf den ÖPNV ausweichen.
Mit dem Fahrrad ist das Waldbad ebenfalls sehr gut zu erreichen (z.B.durch den Wald) oder auch mit dem KVB-Bus Linie 154 (Haltestelle Waldbad).

Leider verrät uns aber ein Blick auf den Fahrplan, dass an obiger Bushaltestelle sonntags vor 13:27 kein einziger Bus ankommt und nach 19:13 auch keiner mehr abfährt. Die Öffnungszeiten des Waldbads aber sind täglich von 9:00 bis 20:00. Da bleibt man doch lieber bei seiner Kirche im Dorf oder?

Natürlich muss nicht eine gesamte Buslinie kürzer getaktet werden, weil ein paar Leute schwimmen wollen, aber dieser Bus bedient insgesamt 38 Haltestellen und verbindet 3 Stadtbezirke. Da unterstelle ich auch andere Gründe, warum man zum Beispiel von Rath mal nach Porz oder zum Thurner Hof  fahren möchte.

So viel als Hintergrund zum heutigen Artikel im Kölner Stadtanzeiger.

Klare Antwort: an allen U-Bahn-Haltestellen! Schließlich will und muss Köln barrierefrei sein!

Die Bezirksvertreter sehen in ihrer Mehrheit beim Aufzugbau an den U-Bahn- Haltestellen den größten Bedarf in Vingst, weil „der gesamte Stadtteil derzeit über keinen barrierefreien Zugang zur Stadtbahn verfügt“. Schönes Argument, aber auch Neubrück verfügt über keinen barrierefreien Zugang zur Stadtbahn. Neubrück verfügt nicht mal über eine Stadtbahn. Wer jetzt aber glaubt, dass deswegen zumindest die Bushaltestelle vor dem Altenwohnheim (DOW) halbwegs barrierefrei sei, der irrt. Aufzüge baut man nicht unbedingt dort, wo keine sind, sondern da wo man sie braucht!
Brauchen tun sie die Bürger prinzipiell an allen U-Bahnhaltestellen. Das kein Geld für alle Haltestellen gleichzeitig zur Verfüfung gestellt wird, ist leider auch klar. Nach welchem Verfahren also wählt man die Standorte aus? Man könnte der Reihe nach zum Beispiel eine Haltestelle der Linie 1 nach der anderen aufrüsten. Wenn dann die Linie 1 fertig ist kommt die 3, dann die 4, bis in einigen Jahrzehnten dann alle ausgestattet sind. Man kann aber auch überlegen, wo der Bedarf am größten ist.

Vorschlag der Fachverwaltung

Die städtische Behindertenbeauftragte Marita Reinecke hat mit ihrem Team und in Absprache mit den Behindertenverbänden eine Liste aufgestellt, wo am dringensten Aufzüge gebaut werden müssen. Auf dieser Liste steht ein Aufzug für Kalk-Post weiter oben, als ein Aufzug in Vingst. Natürlich verstehe ich alle Vingster, dass sie den Aufzug wollen, doch 900 Unterschriften entwerten nicht dass an Kalk-Post mehr als doppelt so viele Menschen, als in Vingst fahren. Sie zeigen aber wie wichtig auch der Aufzug in Vingst ist.

Die Politik wäre somit gut beraten nicht die Stadtteile gegeneinander aus zu spielen, so nach dem Motto: „Wer die meisten mobilisiert, der bekommt die höchsten Zuwendungen“, sondern nach verträglichen Lösungen zu suchen und im Zweifel auch Maximallösungen zu fordern, wie zwei Aufzüge. Damit wäre das Thema schneller vom Tisch.

Übrigens berichtete auch die bürgerliche Presse:

aus KSTA 11.03.2010

aus Kölnische Rundschau 18.03.2010

 

 Am 24. September 1992 beschloss der Rat der Stadt Köln die Neugliederung des Stadtteilgebiets von Brück in die beiden selbstständigen Stadtteile Brück und Neubrück. Die erforderliche Änderung der Hauptsatzung wurde mit Veröffentlichung im Amtsblatt am 14. Dezember 1992 rechtskräftig, somit wurde Neubrück der 85. Stadtteil von Köln.

Jetzt ist Neubrück auch für diejenigen Verkehrsteilnehmer erkennbar, die von nördlicher Seite in den Stadtteil kommen.  Heute Morgen freute ich mich gerade über den kleinen Artikel im Kölner Stadtanzeiger, als mein Telefon läutete und ich erfuhr, dass die Stadt dabei ist die versprochene Ortseingangstafel aufzustellen.

Hier zunächst die beiden Artikel aus Rundschau (09.02.10) und Stadtanzeiger (25.02.10).

Auf ein neues …

Veröffentlicht: 7. Januar 2010 in Köln, Medien 2010, Neubrück, Politik, Stadtbezirk Kalk

Wie heißt es so schön? Ein neues Jahr ein neues Glück.

Nun ich hab mich jedenfalls gefreut, dass auch die Presse von meiner Arbeit in der BV Kenntnis genommen hat. Schon am 31.12. hatte der Kölner Stadtanzeiger von einer Mehrheit aus“ SPD, Grünen und Linken“ geschrieben, die eine von der CDU geforderte Umwandlung von Grünfläche in Parkplätze, abgelehnt hatte. (siehe auch Medien 04-09 und gaaaanz nach unten scrollen)

Heute dann überraschte mich die Kölnische Rundschau damit, dass sie mir beziehungsweise einer LINKEN Anfrage einen ganzen Artikel widmete. Da ich davon ausgehe, dass das zukünftig schon mal häufiger passieren kann, werde ich diese MedienMeldungen hier auf verschiedene Art und Weise hinterlegen. Einmal hier im dynamischen Nachrichtenbereich unter der Kategorie „Medien 2010“ und auf einer statischen Seite: Medien 2010 .

Hier nun der Artikel

Quelle: Kölnische Rundschau vom 07.01.2010
bezieht sich auf BV-Sitzung vom 10.12.2009

Medien 2010