Reker, Ott und Hövelmann mit oder ohne Atom- und Kohlestrom der Rheinenergie

Veröffentlicht: 21. August 2015 in Atomdiskussion, Energiewende, Für Sie gelesen, Gesundheit, Köln, Klimaschutz, Klimawandel, Politik, Umwelt
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Die DuMont-Presse hatte den beiden bevorzugten OB-Kandidaten Henriette Reker und Jochen Ott die Fragen einiger Leser von „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ zur Beantwortung gestellt. Ich habe meine eingereichte Frage über Facebook auch Marcel Hövelmann gestellt und fast umgehend eine Antwort erhalten:

Werden Sie sich – und wenn ja wie – dafür einsetzen, dass sich die Rhein-Energie von Atom- und Braunkohlestrom verabschiedet?

Reker: Erneuerbare Energien sind wichtig, aber das ist ein langfristiger Plan.

Ott: Bei der Braunkohle handelt es sich ja um einen Kompromiss. Die Rhein-Energie wird aber den Schritt gehen, perspektivisch ist das auch richtig so.

Hövelmann: Im Gegensatz zu meinen MitbewerberInnen würde ich mich für einen maximal mittelfristigen, also wesentlich zeitnäheren, Ausstieg aus Braunkohle- und Atomstrom bei der Rhein-Energie einsetzen. Und vor allem auch schon zeitnah den Anteil der EE sukzessive zu erhöhen.

Ein Facebook-Kommentar dazu lautet:

die anderen Antworten erinnern mich eher an einen Schwamm… der nimmt Wasser auf, gibt ihn aber auch bei etwas Druck umgehend wieder ab…OB

Frau Reker scheint mir gar nicht so grün zu sein, wie die Kölner Grünen versuchen den Anschein zu erwecken. Eigentlich müsste ihr als Umweltdezernentin ziemlich klar sein, dass wir in Bezug auf den Klimawandel zügig handeln müssen. Da mir schon „mittelfristig“ im Verwaltungsdeutsch eigentlich zu lange dauert, halte ich die Antwort von Frau Reker mit „langfristig“ – also länger als 5 oder 10 Jahre für ungenügend.
Übersetzt heißt das für mich: „Darum soll sich mein Nachfolger kümmern.“

Bei Herren Ott merkt man sofort, dass er als Landtagsabgeordneter die Braunkohle-Politik seiner Ministerpräsidentin verteidigt. Wenn die Braunkohle ein Kompromiss wäre, dann ein fauler. Dass weder Braunkohle noch Steinkohle wirkliche Übergangstechnologien sein können kann man gerne hier nachlesen. Der zweite Teil seiner Antwort ist nichts anderes als RWE-Geschäftspolitik.

Da Jochen Ott und Henriette Reker bei der Beantwortung hörten was die andere sagte, hat auch Marcel Hövelmann keinen Vorteil bei der Antwort.

Marcel Hövelmanns Antwort zeugt davon, dass er Politiksprech schon beherrscht, denn neben „mittelfristig“ benutzt er auch den Begriff „zeitnah„. Damit bleibt er natürlich auch unbestimmt. Allerdings scheint ihm der Klimaschutz und die erneuerbaren Energien mehr am Herzen zu liegen. Jedenfalls ist er der einzige, der sich auch auf den Atomstrom bezieht.

Stromkennzeichnung der RheinEnergie

Glauben die anderen, das sei kein Thema mehr? Warum ist Hövelmann nicht der Grüne Kandidat?

Um es aber mal ganz klar zu sagen, der/die Oberbürgermeister*in bestimmt in Köln im Prinzip nichts, sondern muss sich Mehrheiten im Rat und in den Ausschüssen suchen, um ihre/seine Vorschläge realisieren zu können. (Aufgaben der Oberbürgermeister*in) Man darf also durchaus auf die Mehrheiten die sich entwickeln gespannter sein, als auf den Ausgang einer Wahl bei der man eigentlich keine Wahl hat.

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Kommentare
  1. haeppi sagt:

    könnte man ja fast meinen, vor allem wenn man weiß, dass http://www.tschoe-rheinenergie.de schon mal eine Korrektur der Angaben erreicht hat.

  2. Tobias sagt:

    warum ist die kennzeichnung der stromlieferungen eigentlich in schwarz/weiss? das kann ich kaum zuordnen, die graustufen kann man kaum auseinanderhalten. hat die rheinenergie etwas zu verbergen? 😉

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