Mein Aufreger des Tages: 1. FC Köln kassiert für fremdes Eigentum

Veröffentlicht: 21. Mai 2014 in DIE LINKE, Energiewende, Für Sie gelesen, Köln, Kommunalwahl 2014, Persönliches, Politik
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ich habe kurz überlegt, dass es eigentlich völlig bescheuert ist, dass ich VOR der Wahl, also IM Wahlkampf etwas gegen den Lieblingsverein der Kölner*innen schreibe. wwwwAuch wenn es den alten Spruch gibt: „Wer vor der Wahl die Wahrheit sagt, will nicht gewählt werden.“ – was mich beschäftigt, muss raus.

Also raus damit.

Es ist ungefähr ein Jahr her als durch die Presselandschaft der Versuch des
1. FC Köln geisterte sich dafür bezahlen zu lassen, dass er im städtischen Fußballstadion in Köln-Müngersdorf spielt.

Heraus kam ein neuer Kontrakt, der bis 2024 läuft. Statt 3,48 Millionen € in Liga 2 zahlt der Klub nun rückwirkend ab 2013 nur noch 1,8 Millionen €. Beim Aufstieg sind jetzt statt der ursprünglichen 6,88 Mio € bis zu acht Millionen fällig.“ (Quelle: Express von Januar) man beachte das „bis zu“!

Der Kölner Stadtanzeiger veröffentlichte ähnliche Zahlen (hier 7,9 Millionen €).

fcHeute war der Vereinszeitung EXPRESS (das ist Ironie) zu entnehmen, dass der 1. FC Köln vom städtischen Energieversorger Rheinenergie pro Saison rund 3,5 Millionen erhalten soll. Die in sportlichen Dingen oft gut informierte Kölner BILD schreibt gar von 5 Millionen. Der 1, FC Köln soll dieses Geld dafür erhalten, dass das Stadion das er bei der Stadt Köln für „bis zu“ 7,9 Millionen Euro angemietet hat, weiterhin den Namen „Rheinenergie-Stadion“ trägt.

Da sowohl das Energieunternehmen als auch der Vermieter, die Sportstätten GmbH mehr oder weniger städtische Unternehmen sind, zahlt sich also die Stadt aus der einen Kasse in die andere Kasse mal eben 5 Millionen Euro und der 1. FC Köln hat für nicht mal 3 Millionen jährlich ein Top-Stadion zur Verfügung. Möglich nur weil er Geld dafür bekommt, dass er die Namensrechte am Eigentum anderer meistbietend verhökert.

Warum ich mich aber wirklich aufrege ist folgendes:

Der Namensgeber, die Rheinenergie stopft hier Millionen in den Profisport die sie aus den Strom- und Gasrechnungen ihrer Kunden zieht.

Beispiel:

Vorausgesetzt jede Kölner*in ist Rheinenergiekunde, dann zahlt jeder Kölner über seine Stromrechnung 5 Euro jährlich an den 1. FC Köln, egal ob er ein Säugling. Fc-Fan oder Bayer –Anhänger ist.

Dass die Rheinenergie den Menschen dafür auch noch hauptsächlich Atom- und Kohlestrom verkauft, ist ebenso ein Aufreger, hat aber mit dem 1. FC Köln erstmal nix zu tun.

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