Nehmt die Säcke ab

Veröffentlicht: 23. Februar 2014 in Köln, Persönliches, Satirisches/Lustiges

Liebe Rucksackdeutsche.
Früher wurde dieser Begriff völlig anders verwendet.  „Rucksackdeutsche“ trugen während und zwischen den Weltkriegen als Vertriebene oder Flüchtlinge alles, was Ihnen teuer und wichtig oder verblieben war, mit sich auf dem Weg nach Deutschland. Durch die Rucksäcke, die die Flüchtenden zwangsweise ständig mit sich führten, fielen sie unter den „Einheimischen“ auf. Der Rucksack wurde zum Erkennungszeichen und die Bezeichnung „Rucksackdeutsche“ war geboren. Zum Glück haben sich für die Deutschen die Zeiten verbessert, leider gibt es aber immer noch Flüchtlinge, die ihr weniges Gut mit sich führen müssen.

Bitte fühlen Sie sich nicht angesprochen oder in irgendeiner Form diskriminiert, das ist nicht meine Absicht.
Ich meine es nämlich ziemlich wörtlich. Der Rucksack sackt nämlich inzwischen auf ziemlich vielen Rücken. Immer mehr Menschen in diesen Zeiten folgen dem Modetrend und führen Ihre eventuell unterwegs benötigten Utensilien in einem Rucksack mit sich herum, obwohl Sie sich nur in der Stadt bewegen.

Also Sie merken schon, dass es sich mir nicht unbedingt erschließt, warum es unbedingt ein Rucksack sein muss. weimi-ruckUnd eigentlich müssten Sie es sich auch selbst fragen. Nach jahrelanger Beobachtung komme ich nämlich zu dem Schluss, dass der Rucksack ein Fremdkörper für Sie bleibt. So wie Sie sich mit dem Teil bewegen, ist es Ihnen überhaupt nicht klar, dass sie sich damit vergrößert haben. In Straßenbahnen blockieren Ihre Säcke die Türen, so dass wir alle nicht zeitig weiter kommen. In Bussen genauso. Sollten Sie sich von den Türen weg bewegen, so ohne jede weitere Rücksichtnahme. Es passiert mir täglich mindestens einmal, dass ich an der gegenüberliegenden Tür angelehnt stehe und meine Zeitung  oder auf meinem EBook-Reader lese und einer von Ihnen kommt herein und dreht sich mit Schwung um. Dass ich nur mit guter Reaktion meinen Lesestoff vor Ihrem Scheißrucksack gerettet bekomme ist das eine, aber wenn ich dagegen drücke, ernte ICH von IHNEN den bösen Blick. Sie wissen einfach nicht, dass sich mit dem Teil ihr Körperumfang vergrößert hat.

Also schnallt die Dinger ab, sonst beantrage ich bei der KVB und überall, dass dafür Extra-Gebühren erhoben werden. Alternativ werde ich die eingesammelten Kottüten meines Hundes in Ihren Säcken entsorgen.

Übrigens Der Begriff „Rucksackdeutscher“ ist in USA oft eine abwertende stereotype Bezeichnung für große, blonde, blauäugige, geizige, vorlaute, besserwisseriche deutsche Touristen die jeden Tag Bier trinken, Lederhose und Sandaletten/Wanderschuhe tragen und eben einen Rucksack dabei haben.

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Kommentare
  1. haeppi sagt:

    Also weder Träger von Rucksäcken noch sonst jemanden sehe oder bezeichne ich „als ein Haufen sowohl herzloser als auch lügnerischer Dogmatiker“ – höchsten als rücksichtslose Egomanen.

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