Petition gegen Tütenflut

Veröffentlicht: 8. Januar 2014 in Für Sie gelesen, Gesundheit, Klimaschutz, Politik, Tierschutz, Umwelt
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Zehntausend Einweg-Plastiktüten gehen in Deutschland pro Minute über die Ladentheke.

Das macht 5,3 Milliarden Stück pro Jahr! Aneinander gereiht würde ein Tütenband unseren Planeten 39 Mal umwickeln. Mit ihrer Kampagne „Einwegplastik kommt nicht in die Tüte“ appelliert die DUH an jedermann, umweltfreundliche Mehrweg-Tragetaschen zu verwenden. Der Handel soll nach DUH-Meinung freiwillig auf Einweg-Plastiktüten verzichten. Von der neuen Bundesregierung fordert die DUH eine Abgabe in Höhe von 22 Cent auf jede Einwegtüte.

MW-Plastiktüten_Plakat_KundenDruckA4Sie können den politischen Druck verstärken, indem sie hierzu eine Petition gegen Tütenflut unterzeichnen. Die DUH wird die Petition Mitte 2014 der Bundesregierung überreichen.

Die Einführung einer Abgabe auf Einwegtüten ist in Deutschland problemlos umsetzbar und wird von EU-Umweltkommissar Janez Potocnik ausdrücklich unterstützt.

Potocnik will Einwegplastiktüten EU-weit durch die Nutzung marktwirtschaftlicher Instrumente, wie Abgabe oder Steuern reduzieren. Wie erfolgreich die Einführung einer Abgabe sein kann, zeigt das Beispiel Irland: Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von 328 Plastiktüten sank dort auf 18 Tüten. Die Produktion von Plastiktüten verschlingt in Deutschland mehr als 100.000 Tonnen Kunststoff pro Jahr.

Nur wenige Tüten werden recycelt, viele dagegen über mit dem Hausmüll weggeworfen und verbrannt oder – noch schlimmer – achtlos in der Natur geschmissen. Der Schaden für Umwelt und Tierwelt ist immens. Vor allem Vögel verenden qualvoll, wenn sie Teile der Tüten für Nahrung halten.

Weiter Informationen erhalten sie hier. 

Plastiktüten_Info-Flyer

Senden Sie ein klares Signal an die Politik! Unterzeichnen Sie die Petition gleich hier:www.kommtnichtindietuete.de

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Kommentare
  1. Alexander Bohl sagt:

    VORSCHLAG: erheblicher Mehrpreis, der 1:1 in Kinderhilfe, Tierschutz/Naturschutz geht

    Obwohl ich die Tütenpreise in Supermärkten eh schon unverschämt finde (EDEKA 20ct.), würde ich den Preis auf z.B. 50 ct. erhöhen. Eigentlich noch lieber 1 EUR, damit die Hemmschwelle höher ist, das würde aber mit den Stoffbeuteln und den grossen wiederverwendbaren Beuteln kollidieren (diese drastisch zu verteuern kann man kaum rechtfertigen). Die Differenz müssen die Supermarkt / Baumarkt etc. Ketten 1 zu 1 ans (kk, aber bietet sich an) Finanzamt abführen, welches sie 1 zu 1 an (DEUTSCHE) Kinderhilfswerke, Tierschutz etc. weiterleitet.
    Der erheblich höhere Preis läßt die Leute dann vielleicht eher für 50ct. mehr zu wiederverwendbaren Tragemitteln greifen, oder ganz drauf verzichten und nen Rucksack benutzen.
    DENNOCH kann im dringenden Bedarfsfall eine Tüte erstanden werden.

  2. alphachamber sagt:

    1.) Eine heutige Plastik-Einkaufstüte, welche ca. 10-15 typische Artikel fasst, besitzt eine kleinere Masse als eine einzige Aufschnittpackung.
    2.) Ich kenne keinen Haushalt, der nicht seine Einkaufstüten auch zur Müllaufnahme verwendet – wofür die Gemeinden sogar kostenlos riesige Säcke bereitstellen. Das Recycling ist sowieso Aufgabe der Kommunen.
    3.) Wer mit einer Plastiktüte unterwegs ist (wie auch mit anderem Abfall, leergetrunkenen Dosen, usw.) wird sie versuchen loszuwerden, wenn es ihm lästig wird – ob er davon nun 20 cent oder 50 gezahlt hat. Abgeben kann er sie ja nicht und mit einer Einkaufstüte in der Tasche geht man nicht gerne aus.
    4.) Zu Ihren Statistiken: Lies – bigger lies – statistics.
    Das Problem liegt nicht in dem Gebrauch, sondern im Wegwerfen: 500 € Strafe / Tüte!
    5.) Das Besteuern von Plastik schafft es nicht aus der Umwelt. Wie die Politik selbst wollen Sie die Symptome bekämpfen – und in populistisch unsinniger Weise.
    Es macht eben teurer und unbequemer.

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