CDU-Frau Manderla will Bordellwerbung verbieten

Veröffentlicht: 12. Juni 2013 in BTW 2013, Für Sie gelesen, Köln, Landtagswahl NRW 2012, Politik, Satirisches/Lustiges
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in der heutigen Ausgabe der Kölnischen Rundschau ist zu lesen, dass der CDU-Ratsfrau Gisela Manderla (NICHT „Mandala“, denn das ist ein figurales oder in der Form des Yantra geometrisches Schaubild, das im Hinduismus und Buddhismus in der Kultpraxis eine magische oder religiöse Bedeutung besitzt) die Bordell-Werbung auf den Kölner Taxen ein Dorn im Auge zu sein scheint. So wollte sie allen ernstes im Ausschuss „Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen“ (AVR) wissen, ob die Stadt diese Werbung nicht verbieten könne.Taxi

Das ist genau so heuchlerisch, wie das Verbot der Tabak- oder Alkohol-Werbung.

Wieso? – Na weil die Stadt am Bordell gut verdient. Erst gestern titelte der Kölner EXPRESS, dass die Sex-Steuer der Stadt Köln 800.000 € jährlich einbrächte. Das ist die Summe, die die Stadt direkt bei den Huren einzieht. Darüber hinaus zahlt das Bordell eine Gesamtsteuer von 2.000.000 € jährlich ans Finanzamt.

Jetzt muss man wissen, dass Frau Manderla nicht unbedingt die schulische und berufliche Ausbildung (Studium der Romanistik und Anglistik an der Universität Düsseldorf!!!) mitbringt, um sich mit Finanzen oder der freien Marktwirtschaft auszukennen. Aber immerhin will sie in den Bundestag. Die CDU-Frau, die laut ihrer Webseite für Merheim und Höhenberg im Rat der Stadt Köln sitzt, kandidiert nämlich im Herbst, allerdings im Kölner Norden von Ehrenfeld bis Chorweiler. Auf besagter Webseite veröffentlicht Frau Maderla übrigens genüsslich Schlagzeilen, die rot-grüne Verbotsvorschläge kommentieren: „Der mündige Bürger braucht keine Oberlehrer“, ist da beispielsweise als Überschrift ihres Eintrags zu lesen. „Bundes-Verbots-Republik Deutschland“ heißt es dann gar in der Zwischenüberschrift. (Quelle: hier)

Jetzt will ich gar nicht näher darauf eingehen, was die Dame die so gegen die Verbote ist, dazu veranlasst haben könnte, dass für Bordelle auf Taxen keine Werbung mehr gemacht werden soll. Vielleicht sind es persönliche Gründe, die hier nicht hingehören.

Viel interessanter finde ich aber den Tipp, den ihr die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christiane Kronenberg gab:

Verlangen Sie bei der Bestellung ein Taxi ohne Bordellwerbung. Das wirkt.“

Die Probleme möchte ich haben. Hat mich irgendjemand danach gefragt, ob ich in einer Straßenbahn fahren möchte auf der Werbung für die CDU-Frau Andrea Verpoorten gemacht wird? Hätte ich da auch bei der KVB anrufen können und für meine Fahrten eine Bahn ohne CDU-Werbung verlangen können?

Ach, einfach nett, dass wir mal drüber geplaudert haben

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