Die Replikatoren für’s Essen kommen

Veröffentlicht: 30. April 2013 in Für Sie gelesen, Forschung, Gesundheit
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In der Star-Trek-Technologie ist insbesondere wenn es um die Zubereitung von Speisen geht oftmals vom Replikator die Rede. Laut Wikipedia erlauben es Replikatoren, jeden in seiner atomaren Struktur vorher erfassten oder programmierten Gegenstand zu erzeugen. Damit werden vor allem Dinge des täglichen Bedarfs, zum Beispiel Lebensmittel, erzeugt. Das Synthetisieren funktioniert auf molekularer Ebene und die Daten werden dauerhaft gespeichert. Nahrungsverteiler gelten als Vorläufer der Replikatoren, da ihre Technologie wesentlich unausgereifter ist. In Douglas Adams Buch „Das Restaurant am Ende des Universums“ schafft es Arthur Dent mit seinem Wunsch nach einer guten Tasse Tee, den Bordcomputer des Raumschiffes „Herz aus Gold“ so auszulasten, dass der Unendliche Unwahrscheinlichkeitsdrive nicht aktiviert werden kann. Blöd, dass dieses Raumschiff nicht über einen Replikator oder wenigstens einen 3D-Drucker verfügt.
3D-Drucker schicken sich nämlich an, die Replikatoren unserer Gegenwart zu werden. Heute erhielt ich eine entsprechende Pressemitteilung in der es heißt:

Der 3D-Druck hat sich von der Medizin zur Mode, bis hin zur Lebensmittel-Industrie entwickelt. Technologie-Experte Jeffrey Lipton von Seraph Robotics http://seraphrobotics.com meint, dass datenbasiertes Essen in den nächsten Jahren einen großen Teil unserer Ernährung ausmachen wird. Zusammen mit Cloud Computing und digitalisierten persönlichen Informationen soll der 3D-Druck künftig kundenindividuelle Massenproduktionen ermöglichen und Essenserzeugnisse mit der optimalen Menge an Inhaltsstoffen wie Zucker und Fett ausstatten.

Die gewünschten Lebensmittel können künftig vor den Augen der Kunden ausgedruckt und zusätzlich Restaurants mit sämtlichen Informationen ihrer Besucher ausgestattet werden, wie beispielsweise ihre Gesundenakte, Essensgewohnheiten oder Trainingspläne. Mithilfe dieser Daten wird in der Folge eine adäquate Mahlzeit zusammengestellt.

Dass diese Technik kommen mag ist das eine, aber schon allein die Vorstellung, dass meine ganz persönlichen, nämlich die Daten zu meiner Gesundheit für Restaurants abrufbar sein sollen, lässt mich schaudern. Klar ist, dass gemacht werden wird, was gemacht werden kann. Es gibt ja bereits 3D-Druck in Schokolade. Wir sind also viel weitre, als so mancher denkt. Zunächt wird der 3D-Druck wohl vor allem für dekorative Drappierungen oder für Pralinen oder auch personifizierte Pasta eingesetzt werden. Verfolgen wir also die Entwicklung gespannt und kritisch.

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