Wasserskiparadies statt Badeparadies – Schwimmen nur auf engem Raum – Rather See soll bewirtschaftet werden

Veröffentlicht: 20. Februar 2013 in Bezirksvertretung, DIE LINKE, Köln, Neubrück, Politik, Rath, Stadtbezirk Kalk, Stadtentwicklung, Umwelt
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Am 20. Februar fand eine Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Rather Sees von einer Auskiesungsfläche zu einem Naturschutzgebiet, einer Badelandschaft und mehreren Wasser-Ski-Bahnen statt. Das, was den Bürgern dort vorgestellt werden sollte und im Prinzip eingeschränkt auch wurde, hat sich im Vergleich zu den Plänen, die bei den letzten politischen Beschlüssen vorlagen(kleine Abbildung), erheblich verändert.

Rather See

Planung aus 2011, nachdem schon von einer auf zwei Wasserskibahnen aufgestockt worden war.

So reduziert sich die zum Schwimmen freigehaltene Wasserfläche um rund zwei Drittel auf geschätzte 5 Prozent der Wasserfläche. Die beiden Wasser-Ski-Bahnen rücken weiter in den Süden und sollen nun nördlich durch eine dritte, so genannte Übungsbahn ergänzt werden.
Diese Umplanungen wurden nötig, weil zwischen den verschiedenen Grundstückseigentümern keine Einigung erzielt wurde.
Ebenfalls von diesem Konflikt betroffen ist die Möglichkeit, die bisherige „illegale“ Nutzung völlig zu verhindern. Im nord-östlichen Teil des Sees, wo heute bereits massiv gebadet wird, werden zwar ebenfalls umfangreiche Maßnahmen ergriffen um das Baden, Sonnen und Feiern so unattraktiv wie möglich zu machen, aber es wird dort langfristig ein, abgelegener Bereich geschaffen werden, der sicherlich attraktiv für FKK-Freunde und Swinger wird.

Leider wurde von Seiten der Projektentwickler, des Investors und der Stadtverwaltung auf diese Veränderungen nicht explizit eingegangen. Die dritte Wasserskibahn wurde nicht mal erwähnt. Dass es keine völlige Umfriedung und Absicherung des GEsamtgeländes geben kann, auch nicht. An dieser Stelle, kamen bei mir mehrere Fragen auf. So hat die Bezirksvertretung Kalk und der Stadtentwicklungsausschuss das Einleitungsverfahren auf Basis einer völlig anderen Projektplanung beschhlossen. Ob das Verfahren damit nicht insgesamt schon gescheitert und von vorn begonnen werden muss, bleibt zu prüfen. Auch wenn auf der heutigen Veranstaltung den Bürgern nicht alle Fakten (3. Wasserskibahn) genannt wurde, ist es fraglich wie diese dann Einwendungen und Ergänzungen hierzu vorbringen sollen. Damit dürfte eventuell auch die heutige Bürgerbeteiligung als solche hinfällig sein und bestenfalls als (Des)Informationsveranstaltung gewertet werden.

Es wäre auch wesentlich besser dieses Projekt nicht durch die Gremien peitschen zu wollen, sondern sich erstmal darauf zu besinnen, was die beste Lösung ist. Politik soll die Interessen der Menschen vertreten und nicht die einzelner Investoren. Klar scheint, dass die beliebteste Lösung wäre, die derzeitige „illegale“ Nutzung von Schwimmern und Spaziergängern einfach zu legalisieren. Alles andere scheint eher Investorendenken zu sein, dass lediglich auf Profit ausgerichtet ist. Von einem Badeparadies kann bei der Umsetzung der derzeitigen Pläne genauso wenig die Rede sein, wie von einem Naherholungsgebiet.

Schade drum.

Wenigstens wies der Projektentwickler in einem Anflug von „ich weise alles Schuld von mir“ darauf hin, dass weder er noch der Investor entscheiden würden, sondern die Politik,

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