Guttenberg für Kölner Stadtverwaltung tätig?

Veröffentlicht: 15. Januar 2013 in DIE LINKE, Für Sie gelesen, Köln, Persönliches, Politik, Satirisches/Lustiges, Stadtbezirk Kalk
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Er werde mit Sicherheit nach Deutschland zurückkehren, kündigte Guttenberg in einem Interview mit der Schweizer Wochenzeitung „Der Sonntag“ an, das er während eines Ski-Urlaubs in Klosters in der Schweiz gab. „Aber wann das sein wird, und ob das privat oder in irgendeiner Funktion sein wird, das ist vollkommen unabsehbar.“ Ein Comeback schloss der 41-jährige damit also nicht wirklich aus.

Zuletzt hatte CSU-Chef Horst Seehofer ein Rückkehr Guttenbergs in die Politik im Oktober 2012 ins Gespräch gebracht.

Wie sich nun heraus stellt, scheint Guttenberg schon längst wieder hier zu sein. Anscheinend als Verwaltungsangestellter der Stadt Köln. Guttenberg war vor zwei Jahren als Verteidigungsminister zurückgetreten, weil er zahlreiche Passagen seiner Doktorarbeit von anderen Autoren abgeschrieben hatte, ohne dies kenntlich zu machen. Ähnlich verfährt die Verwaltung der Stadt Köln derzeit mit Anfragen von Mitgliedern der Bezirksvertretung.

Der LINKE Bezirksvertreter Fischer hatte zur heutigen Sitzung der Kalker Bezirksvertretung eine Anfrage bezüglich der Stellenstreichungen der Sozialraumkoordinatoren gestellt, die hier im Wortlaut nach zu lesen ist. Auch diese Seite hier hatte darüber berichtet und aus der Anfrage zitiert. (guck: Sozialraumkoordination als Sparopfer)  Zur heutigen Sitzung legte die Verwaltung nun eine Stellungnahme vor, die fast wortgleich ist mit der Anfrage (und dem Bericht) und somit keine Antwort, sondern ein Plagiat darstellt. Auf dem eingefügten Bild sind alle Passagen gelb markiert, die mit der Anfrage übereinstimmen und alle Abweichungen unmarkiert geblieben.

Bei dieser Stellungnahme der Verwaltung mit der irreführenden TitelungBeantwortung einer Anfrage“ handelt es sich augenscheinlich eben nicht um eine solche. Dass der Verwaltungsmitarbeiter, nennen wir ihn mal Theo, nicht wirklich wusste, was er tat erkennt man auch am letzten Satz des Schriftstücks. „Dabei können die in dem Antrag aufgeworfenen Fragen berücksichtigt werden.“ Hier sollte dringend seitens altgedienter Verwaltungsveteranen dem Kollegen Theo, mitgeteilt werden, dass es doch ein Unterschied ist, ob es sich um einen Antrag nach §3 der Geschäftsordnung handelt, oder um eine Anfrage nach §4 der der GO. Vielleicht kennt Theo auch diese Geschäftsordnung gar nicht, die vorsieht, dass „Beantwortung von Anfragen erfolgt durch die Verwaltung in der Regel schriftlich zu der Sitzung, zu der die Anfrage fristgemäß gestellt wurde. In von der Verwaltung zu begründenden Ausnahmefällen erfolgt die Beantwortung in der darauf folgenden Sitzung.“Die Verwaltung hat jederzeit die Möglichkeit, dass von ihr als Antwort bezeichnete Plagiat zurück zu ziehen. Sollte dies nicht geschehen, ist wohl nicht auszuschließen, dass sich der LINKE Bezirksvertreter Fischer in seinen Rechten verletzt sieht und nach §44 der GO einen entsprechenden Antrag an den Hauptausschuss des Rates der Stadt Köln stellt. Ob das Ergebnis dann Einfluss darauf hat, dass sich der ehemalige Verteidigungsminister nie wieder in Deutschland betätigt, bleibt abzuwarten.

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Kommentare
  1. Gotlob Janhsen sagt:

    Was soll der Quatsch? Anderen werden Doktortitel aberkannt und die Verwaltung darf das? Ich schlage Ihnen vor Ihre Anfragen nicht mehr so detailliert auszuarbeiten, dass sie der Verwaltung die Arbeit abnehmen. Ihr Fleiß in allen Ehren, aber so bringt das nicht so viel.

  2. Torsten Loeser sagt:

    Was für eine Posse!

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