Prioritäten setzten! – Rheinboulevard stoppen!

Veröffentlicht: 18. Dezember 2012 in Für Sie gelesen, Köln, NRW, Politik, Soziales, Stadtentwicklung, Umwelt

Kosten beim Rheinboulevard laufen aus dem Ruder.  Eine Million Euro wird die Ufertreppe des Rheinboulevards die Stadtkasse jährlich kosten.

Es ist höchste Zeit, auf dieses sinnlose Prestigeprojekt zu verzichten. Der Rheinboulevard ist gegenüber seiner ursprünglichen Kostenplanung viel teurer geworden. Zuerst waren hier „nur“ sechs Millionen Euro veranschlagt, heute werden über 21 Millionen eingeplant. Also mehr als das dreifache! Darüber können auch die Fördermittel aus Bund und Land nicht hinwegtäuschen! Immerhin sind auch diese Fördermittel öffentliche Gelder, die an anderer Stelle, wie dem Erhalt von Brücken und Straßen oder der Einrichtung von Kitaplätzen fehlen.

Darüber hinaus aber kommt noch ein weiterer Pferdefuß des Rheinboulevards hinzu und das sind die laufenden Kosten:  Für die Unterhaltung und Abschreibung des Teils fallen in den nächsten fünf Jahrzehnten eine Million Euro pro Jahr, also bei 50 Jahren rund 50 Millionen Euro an.

Bei der aktuellen städtischen Finanzkrise ist das nicht zu verantworten, auch die Folgekosten des Bauwerkes sind viel zu hoch! SPD, CDU, Grüne und FDP tun so, als würde uns die Ufertreppe Rheinboulevard geschenkt. Sie denken weder daran, dass das Land das Geld anders verwenden könnte, noch an die kommunalen Folgekosten. Oder stellen sie sich bewusst blind, damit Hyatt und RTL eine schöne Freitreppe bekommen?

Bevor neue Prestigeobjekte verwirklicht werden, muss der Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur in der gesamten Stadt Priorität eingeräumt werden. Außerdem sehe ich schon die Beschwerden darüber, wenn zukünftig die durch das rot-grüne Rauchverbot aus den Kneipen vertriebenen die Rheintreppe als Freiluftpartymeile nutzen und dort die Müllberge hinterlassen werden. Ob man dann mit den heute veranschlagten Reinigungskosten überhaupt auskommt, bleibt abzuwarten.

Das selbsternannte Effizienzteam des Kölner Rates, könnte hier anschaulich demonstrieren, wie effizient es mit öffentlichen Geldern umzugehen vermag. Doch lieber scheint man das Geld sinnlos hinaus zu schmeißen und dafür bei jenen zu streichen, die sich am wenigsten wehren. 

Wenn der Schuss mal nicht nach hinten losgeht.

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