Keine LKWs in Wohngebieten

Veröffentlicht: 17. Dezember 2012 in DIE LINKE, Höhenberg, Kalk, Köln, Merheim, Neubrück, Ostheim, Politik, Rath, Stadtbezirk Kalk, Stadtentwicklung, Umwelt, Umweltausschuss

Das letzte LKW-Führungskonzept der Stadt Köln stammt von 1992. In 20 Jahren hat sich das Straßennetz im Stadtgebiet in einigen Bereichen deutlich verändert. Es wurden neue Straßen gebaut, die einerseits für den LKW-Verkehr eine wesentliche Verbesserung ge-bracht und andererseits Wohngebiete verkehrlich entlastet haben. Als Beispiel sei hier die „Straße des 17. Juni“ im CFK-Gelände genannt, wodurch Vietorstraße und Kalk-Mülheimer-Straße optimal umfahren werden können.

Schon an diesem Beispiel erkennt man, dass eine Aktualisierung des LKW-Führungskonzeptes dringend notwendig ist. Ziel ist es, Routen festzulegen, auf denen sich der LKW-Durchgangsverkehr bewegen soll. Dies hat in aller Regel empfehlenden Charakter und wird nur im begründeten Ausnahmefall mit restriktiven Eingriffen durchgesetzt. Man kann auch von einer Positiv-Liste sprechen.

DIE LINKE, die Grünen und auch die SPD in Kalk wollen dem LKW-Durchgangsverkehr so wenig Routen wie möglich empfehlen und brachten einen gemeinsamen Änderungsantrag ein. Dieser favorisiert die strengste Durchfahrtsverbotszone für LKW über 7,5 t bis zum Autobahnring und damit im Bezirk Kalk für die Stadtteile Kalk, Humboldt-Gremberg, Höhenberg, Vingst, Ostheim und einen kleinen Teil Merheims. Darüber hinaus sollen die Lützerathstraße samt Rösrather Straße zwischen Neubrück und Bensberger Straße sowie die Eiler Straße und der Rather Mauspfad nicht als LKW-Empfehlungen dargestellt werden. Dadurch wird auch der Neubrücker Ring vom LKW-Durchgangsverkehr entlastet. Das ist wichtig, weil er genau zwischen dem Siedlungsgebiet Neubrück und dessen so ge-nannten Frischluftschneisen verläuft.

Wichtig ist aber auch, dass unsere Straßen hauptsächlich von LKW verschlissen werden. So gibt Straßen.NRW an, dass ein LKW mit zweimal zehn Tonnen Achslast die gleiche Zerstörungswirkung wie 60.000 PKWs hat.

Kommunale Straßen müssen mit kommunalem Geld saniert werden. Sollen die LKW da fahren und verschleißen, wo eine Maut erhoben wird und nicht da, wo sie den Stadthaushalt belasten und die Wohnbevölkerung beeinträchtigen.

Bericht aus der Kölnischen Rundschau vom 08.01.2013:130108-KR_LKW-Kalk

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