Bedeutung der Müllverbrennung geht zurück

Veröffentlicht: 30. März 2012 in Für Sie gelesen, Köln, Politik, Stadtentwicklung, Umwelt, Umweltausschuss
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Das Hamburgische WeltWirtschaftsinstitut (HWWI) hat in einer aktuellen Studie die Auswirkungen der Abfallgesetzgebung auf das Abfallaufkommen und die Behandlungskapazitäten bis 2020 untersucht.

Die Wissenschaftler kommen dabei unter anderem zu dem Ergebnis, dass durch einen zu erwartenden Bevölkerungsrückgang und das verbesserte Mülltrennverhalten der Bürger die zur Verbrennung vorgesehenen Restmüllmengen in den kommenden acht Jahren spürbar zurückgehen werden. Das Institut rechnet mit einer Reduzierung der Restmüllmenge um insgesamt 5,1 Millionen Tonnen. Bereits heute herrscht eine Überkapazität von 4 Millionen Tonnen. Parallel dazu erwartet das HWWI steigende Mengen bei den getrennt erfassten Wertstoffen sowie bei den Bioabfällen. Der zu erwartende Rückgang der Restmüllmengen werde dazu führen, dass die derzeit vorhandenen Müllverbrennungskapazitäten in den 70 überwiegend kommunal betriebenen Müllverbrennungsanlagen sowie den 30 Ersatzbrennstoff-Kraftwerken – die Gesamtverbrennungskapazität betrug im Jahr 2010 knapp 26 Millionen Tonnen – nicht mehr ausgelastet werden können.

Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. sieht sich durch das Gutachten in seinen Einschätzungen und strategischen Weichenstellungen bestätigt. BDE-Präsident Peter Kurth: „Die thermische Verwertung von Abfällen wird einen Platz in der Entsorgungsinfrastruktur behalten, aber nicht in der bisherigen Größenordnung. Die Priorität beim Umgang mit Abfällen hat künftig das Recycling. Als an Rohstoffen armes Land können wir es uns nicht länger leisten, Wertstoffe zu verheizen. Ziel muss es sein, in Zukunft 100 Prozent der werthaltigen Abfälle zu recyceln. Wenn das gelingt, kann die deutsche Wirtschaft auf Rohstoffimporte in einem Gesamtwert von 90 Milliarden Euro pro Jahr verzichten.

Das Gutachten lege offen, so Kurth, dass sich viele Kommunen seinerzeit bei Planung und Bau von Müllverbrennungsanlagen deutlich verkalkuliert hätten. Die Zeche für zu große Anlagen, denen heute und in Zukunft die Auslastung fehle, trage der Bürger über zu hohe Müllgebühren.

Das Schreckgespenst der hohen Müllgebühren wird hier gerne gezeichnet, um auf die angeblich einzige Alternative zu verweisen: Müllimporte aus dem Ausland. Auch die Kölner Politik bereitet solche vor.

siehe https://haeppi.wordpress.com/2012/03/15/mulltourismus-zur-kolner-klungel-mullverbrennungsanlage/

Eine andere Alternative wird nicht genannt in dieser von Schmiergeldaffären und Bestechungsskandalen reichen Wirtschaftsbranche: Abbau von Überkapazitäten!
Egal wo man hin schaut – Schlecker, Karstadt, Kaufhof, Opel, Halbleiterbranche … überall werden Überkapazitäten abgebaut, nur da wo man die Einwohner und Bürger per Gebühr zwingen kann für eventuelle Ausfälle zu bezahlen, da nicht! Warum???

Quelle: unter anderem Europaticker

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