Kölns (ehemalige?) Größen

Veröffentlicht: 12. Mai 2011 in Für Sie gelesen, Köln, Politik, Stadtentwicklung

Jetzt fragt mich bitte keiner, warum ich jetzt, hier und heute auf die Idee komme etwas über vier Kölner Lokalpolitiker zu schreiben, was im Prinzip schon in diversen Medien zu lesen war und auf Wikipedia zu lesen ist.

Ich würde nur antworten: „Ich hab die Notizen nunmal, warum sollen sie im Regal stehen?

Klaus Heugel
Von 1980 bis 1998 war Klaus Heugel Fraktionsvorsitzer der SPD in Köln. Außerdem war er Abgeordneter des Landtages von Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit Norbert Rüther galt Klaus Heugel als einer der einflussreichsten SPD-Politiker in Köln. Es folgte seine Tätigkeit als Oberstadtdirektor von Köln von 1998 bis 1999. 1999 kandidierte Heugel als hauptamtlicher Oberbürgermeister der SPD und musste kurz vor der Wahl im Herbst 1999 zurücktreten, als seine Insidergeschäfte mit Aktien bekannt wurden. Im Zusammenhang mit dem Kölner Müll-und Spendenskandal wurde er am 7. August 2008 vom Kölner Landgericht wegen Bestechlichkeit zu einer Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Norbert Rüther
1999 erfolgte die Wahl Rüthers zum Nachfolger von Anke Brunn als Vorsitzender des SPD-Bezirkes Mittelrhein. Rüther war bis in das Jahr 2002 gleichzeitig auch Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln. Rüther legte am 4. März 2002 sämtliche Ämter wegen seiner Verwicklung in den Parteispendenskandal der Kölner SPD im Zusammenhang mit dem Bau einer Müllverbrennungsanlage nieder. Von den insgesamt 830.000 DM illegalen Parteispenden, die Rüther zwischen 1994 und 1999 entgegengenommen hatte, war der Verbleib von 511.000 DM feststellbar. Den Fehlbetrag von 319.000 DM hatte Rüther nach eigener Aussage zur Deckung von Wahlkampfkosten verwendet. Gegen eine Kaution kam er wieder auf freien Fuß und trat aus der Partei aus.
Im Prozess um die Bestechung beim Bau der Müllverbrennungsanlage in Köln wurde Norbert Rüther am 7. August 2008 wegen Beteiligung zur Bestechlichkeit und Abgeordnetenbestechung 18 Monate Haft auf Bewährung verurteilt.

Rolf Bietmann
Er gehörte seit 1977 dem Vorstand der CDU in Köln an. Von 1975 bis 2004 war Bietmann Mitglied des Rates der Stadt Köln und von 1998 bis 2003 Fraktionsvorsitzer der CDU im Kölner Stadtrat. Außerdem bekleidete er das Amt des 1. Bürgermeisters der Stadt Köln von 1987 bis 1991. Bietmann hat unter anderem Hellmut Trienekens, eine der zentralen Figuren der Affäre um die Kölner Müllverbrennungsanlage, rechtsanwaltlich vertreten. Im Dezember 2004 hat die Kölner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Bietmann gegen eine Geldauflage von 45.000 Euro ohne Schuldfeststellung eingestellt. Sie hatte etwaige Beteiligungen Bietmanns an den Trienekens-Affären geprüft. Im Januar 2009 kam er erneut in die Diskussion, als öffentlich wurde, dass er über einen Beratervertrag mit der Stadtsparkasse Köln 900.000 Euro erhalten hatte und die Frage nach dafür erbrachten Gegenleistungen aufkam.

Josef „Jupp“ Müller
Der Postbeamte aus dem mittleren Dienst wurde am 4. Mai 1975 Mitglied des Rates der Stadt Köln. 2000 wurde Müller Erster Bürgermeister. Von 1986 bis 2000 war er Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln und übernahm diese Aufgabe im Jahr 2006 erneut. Am 31. Januar 2009 trat Müller von allen politischen Ämtern zurück. Ursache war ein umstrittener Beratervertrag. Nach diesem soll Müller in den Jahren 2001 bis 2003 von einer Tochtergesellschaft der Sparkasse Düsseldorf dreimal je 200.000 DM erhalten haben, ohne dass für diese eine praktische Gegenleistung erfolgt sein soll. Gegen Josef Müller wurde wegen Vorteilsnahme im Amt sowie Beihilfe zur Untreue ermittelt. Am 9. März 2009 wurde das Ermittlungsverfahren wegen Verjährung eingestellt. Die Sparkasse Köln/Bonn reichte nach Einstellung des Verfahrens Zivilklage ein. Im folgenden Prozess stimmte Müller einem Vergleich in Höhe von 250.000 € zu.

p.s.

Lothar Ruschmeier
Lothar Ruschmeier war zunächst Dezernent für Soziales, Schule, Wohnungsbau, Jugend und Sport in der Stadt Köln. Außerdem bekleidete er für zwei Jahre den Posten des Büroleiters bei Oberstadtdirektor Kurt Rossa. Am 27. März 1990 wählte der Rat der Stadt Köln Lothar Ruschmeier zum neuen Oberstadtdirektor.
Als Oberstadtdirektor war er mit verantwortlich für den umstrittenen Bau der KölnArena. In seine Amtszeit fiel auch der nicht minder skandalträchtige Bau der Kölner Müllverbrennungsanlage. Im anschließenden Korruptionsverfahren zur Kölner Spendenaffäre behauptete Ruschmeier, sich an keine Einzelheiten dazu erinnern zu können. Nach dem Ende seiner Amtszeit 1998 wechselte Ruschmeier fast übergangslos in die Geschäftsführung der Oppenheim-Esch-Holding GbR  deren Geschäftstätigkeit in der Durchführung von Fonds-Projekten besteht.

Interessant vielleicht auch: „Arena des Geldadels“ aus dem Handelsblatt. Hier ein Kurzzitat:

Genau diese Verträge hat damals ein gewisser Lothar Ruschmeier für die Stadt mitverhandelt. Der war Oberstadtdirektor und hat den Bau der Kölnarena einmal als „das wichtigste Bauvorhaben meiner Amtszeit“ beschrieben. Nach Ende seiner Polit-Karriere wechselte Ruschmeier in die freie Wirtschaft. Wohin? Genau. In die Geschäftsführung mehrerer Firmen des Josef Esch, seinem Gegenüber bei den Verhandlungen zur Finanzierung der Arena,

Quelle des Artikels: Wikipedia Die freie Enzyklopädie

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