Wasserkraftwerk für den Hausgebrauch

Veröffentlicht: 14. April 2011 in Atomdiskussion, Für Sie gelesen, Forschung, Gesundheit, Köln, Klimaschutz, NRW, Politik, Umwelt

Wassermühlen sind die ältesten vom Menschen genutzten Maschinen, die nicht durch Muskelkraft (von Menschen oder Tieren) angetrieben wurden. Sie standen auch in Deutschland an jedem halbwegs zügig fließenden Bach die Mühlen und erzeugten Energie. Damals noch in der Form von Bewegungsenergie. So verdankt Köln-Mülheim seinen Namen gar den Mühlen die früher entlang des Strunderbachs (Strunde) standen. In der Vergangenheit trieb der Strunder Bach eine so große Zahl von Mühlen an – zeitweise waren 36 gleichzeitig in Betrieb – dass der bergische Schriftsteller Vinzenz Jakob von Zuccalmaglio, genannt Montanus, ihn als den „fleißigsten Bach Deutschlands“ bezeichnete.

Kommen wir in die Gegenwart 2011 in die Zeit des Atommoratoriums zurück:

Smart Hydro Power stellt im Rahmen eines internationalen Kolloquiums zu dezentraler Energieerzeugung ihr erstes Mikro-Wasserkraftwerk vor.

Erfolgreich war der 06. April 2011. Smart Hydro Power GmbH hat einem internationalen Publikum das erste 5kW Mikro-Wasserkraftwerk aus eigener Entwicklung vorgestellt. Die Präsentation dieses neuartigen Konzeptes eines Kleinst-Kraftwerkes fand auf dem Gelände des E.ON Wasserkraftwerkes in Pullach statt. Anders als Photovoltaik generiert das Mikro-Wasserkraftwerk direkt Wechselspannungs-Strom. Da das neue System keine Infrastruktur benötigt und geringe Betriebskosten beinhaltet, ist es wettbewerbsfähig sowohl im Vergleich mit dem Dieselgenerator im Inselnetz als  auch mit Strom aus dem öffentlichen Netz.

Als Erstkunde des neuen Kraftwerkes war Herr Rafael Castillo, Energieminister des Föderal Staats San Martin aus Peru angereist. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass, „die Turbine in armen ländlichen Regionen wie St. Martin die ökonomische Entwicklung befördern wird”.  Smart Hydro Power übergibt im Juni eine erste Turbine an die Regionalregierung in Peru, wo diese eine Gesundheitsstation, eine Schule und eine Siedlung mit Strom versorgen wird.

Auch mit Blick auf die Katastrophe in Japan haben viele Gäste die Entwicklung der Smart Hydro Power ausdrücklich unterstützt. David Sweet von der World Alliance of Decentralized Energy (Wade) sagte, dass “diese neue Technologie endlich eine saubere und ökonomisch sinnvolle Lösung für Entwicklungsländer bietet. Für viele der 1,6 Mrd. Menschen ohne Zugang zur Stromversorgung bietet Smart Hydro Power zum ersten Mal eine finanzierbare Perspektive.“

noch’n Film: http://www.faz.net/-01sess

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