Wenn Eltern schwierig werden… von der Familie Rotgrün

Veröffentlicht: 4. April 2011 in Köln, Politik, Satirisches/Lustiges

Kennen Sie das – Jahrelang versucht man seine Kinder dazu zu erziehen, dass sie selbständig werden, ihre Meinung sagen und angeblich alternativlose Sachverhalte kritisch hinterfragen und auf einmal stehen sie vor einem und sagen einem einfach ihre Meinung ins Gesicht und zeigen schon allein durch ihre seltsame Kleidung Alternativen auf.

Eine Situation die schwer ist für Eltern und Kinder. Die Eltern verlieren Macht und Einfluss und die Kinder müssen plötzlich für Dinge Verantwortung übernehmen an die sie in ihrem bisherigen Leben nie gedacht haben. Ganze Zeitschriften und halbe Verlage leben von diesem Konflikt. Er spielt sich überall ab, egal ob im Hartz IV-Haushalt oder bei Königs zu Hause.

Am deutlichsten wird er uns gerade vor Augen geführt bei der Familie Rotgrün. Da freut sich die SPD offiziell über von den Grünen gewonnene Wahlen, als ob sie selbst die Abiturprüfung für den Sprössling geschrieben hätte, aber bei denen zu Hause hängt der Haussegen gewaltig schief. Wer da mal gerne „Mäuschen spielen“ möchte, sollte sich einfach die Kommunalpolitik anschauen. Zumindest in Köln kann man nämlich ganz gut erkennen, wie der politische Generationenkonflikt abläuft.

Hatten sich die Grünen vor der Kommunalwahl noch einen SPD-Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters auf’s Auge drücken lassen, der übrigens nicht nach Qualifikation ausgesucht wurde, sondern danach, ob er auch ja noch keinem Grünkind auf die Fingerchen gehauen hatte, so setzten sie sich in den  „Koalitionsvereinbarungen“ schon etwas mehr durch. Mit ihrem guten Wahlergebnis im Rücken schafften sie es der SPD bei alternativlosen Projekten, Alternativen aufzuzeigen. Natürlich konnten und wollten sich die Eltern, also die SPD darauf nicht einlassen und man einigte sich an vielen Punkten auf Uneinigkeit. Repräsentative Umfragen und weitere Wahlergebnisse – insbesondere in Nordrhein-Westfalen –  sorgten dafür, dass die Grünen plötzlich einen „Schuss machten“. Dieses Phänomen ist jedem Eltern- und Großelternteil aus der Pubertät bekannt. Wenn einem „die Kleinen“ plötzlich auf den Kopf spucken können und das argumentativ auch tun, dann wird gerne argumentiert, dass „die inneren Organe“ (gemeint ist das Gehirn) und „die sittliche Reife“ nicht mit dem Körper „mithalten“ konnten und die Kinder viel erwachsener aussähen, als sie in Wirklichkeit seien.

Wie viele Eltern reagierte auch die Kölner SPD und schickte das gestrenge Familienoberhaupt in Form des Oberbürgermeisters los. Außerdem machten die Eltern Geschenke, wie zum Beispiel eine Bürgerbefragung zum Ausbau des Godorfer Hafens, die ganz früher auch mal auf dem Wunschzettel der Kinder standen. Beides natürlich in der Erwartung, dass die Kinderchen lieb sein würden und sich gefälligst auch freuen. Tatsächlich aber sind die Kinder bereits so selbständig, dass sie ihre Meinung sagen und vertreten und die angeblich alternativlose Sachlage dermaßen hinterfragen, dass von einem Sachzwang nichts mehr übrig bleibt.

Klärende Gespräche am Küchentisch werden immer häufiger notwendig und manchmal muss sich das gestrenge Familienoberhaupt sogar ins Kinderzimmer bemühen. Dort muss es dann verdutzt feststellen, dass es sich längst um das Zimmer eines jungen Erwachsenen handelt.

Familien, die das nicht erkennen und einsehen wollen, treten auf der Stelle und Konflikte werden häufiger und ernster. Meistens ist die Konsequenz, dass die Kinder ausziehen, damit es überhaupt weitergehen kann. Dadurch kann das Verhältnis besser werden, weil beide Seiten erkennen, was sie am anderen haben. Mit der Zeit werden dann alle Eltern erkennen müssen, dass nicht mehr sie es sind, die ihren Kindern in die Schuhe helfen, sondern dass es andersrum ist.

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