Endlich Atomfrei

Veröffentlicht: 1. Januar 2011 in Atomdiskussion, Forschung, Köln, Klimaschutz, Persönliches, Politik, Umwelt

Pünktlich zum Jahresende teilte mir mein neuer Stromanbieter „naturstrom“ mit, dass der Vertrag zum 1.1.11 beginnen wird.

Bisher war ich – auch zur Stärkung eines (fast) stadteigenen Betriebes – Kunde bei der RheinEnergie AG.

Bei der Eigenerzeugung setzte die RheinEnergie schon seit Jahrzehnten auf die gleichzeitige Gewinnung von Strom und Wärme in einer Anlage – die Kraft-Wärme-Kopplung. Ihre fünf Heizkraftwerke befinden sich in der Kölner Innenstadt sowie in Merheim, Junkersdorf, Merkenich und Niehl. Den in den Heizkraftwerken erzeugten Strom speisen sie in das weit verzweigte Leitungsnetz ein. Allerdings stammte bisher nur rund ein Drittel des verkauften Stroms aus dieser Eigenerzeugung. Der Rest bezieht die RheinEnergie von Vorlieferanten und über Stromhandel an der Leipziger Strombörse (European Energy Exchange). Somit ergab sich bisher folgender Energiemix:

Gesamtstromlieferung: entspricht dem verbleibenden Energiemix (Residualmix)
Anteile der Energieträger: Erneuerbare Energien 22,3 % (17,3 %), fossile und sonstige Energieträger 62,2 % (57,8 %), Kernkraft 15,5 % (24,9 %)
Umweltauswirkungen:
Radioaktiver Abfall: 0,0004 g/kWh (0,0007 g/kWh) und CO2-Emissionen: 358 g/kWh (506 g/kWh)
Durchschnittswerte Deutschland in Klammern, Quelle: BDEW

Mit der Jahresabrechnung gab es dazu auch ein Bildchen:Als ich meinen veranschlagten Stromverbruach für 2011 mal in den Beispielrechner von „naturstrom“ eingab, durfte ich auch noch feststellen, dass ich dort monatlich 2 Euro weniger zahlen muss. Außerdem schnitt „naturstrom“ bei unabhängigen Tests gut ab und gehört zu den vier anerkannten Anbietern von echten Ökostromanbietern. Auf „Atomausstieg selber machen“ findet man Informationen zu allen vier.

Darüber hinaus hat die RheinEnergie zum 1.1.11 auch noch die Hälfte des Steinkohlekraftwerkes in Rostock gekauft und damit zwar den Anteil an der Eigenerzeugung erhöht, ihre Umweltbilanz aber drastisch verschlechtert. Damit ist mein ganz persönlicher Atomausstieg auch ein Ausstieg aus Steinkohlestrom geworden.

Tritt deinem Atomstrom-Anbieter in den Arsch und sag es mir

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