zauberhafte Bankbewegungen

Veröffentlicht: 25. November 2010 in Bezirksvertretung, DIE LINKE, Höhenberg, Köln, Stadtbezirk Kalk, Stadtentwicklung, Umwelt

Die auf einem ehemaligen Exerzierplatz angelegte Merheimer Heide in Köln-Höhenberg ist Teil des rechtsrheinischen Äußeren Grüngürtels. Für die Bürger der rechtsrheinischen Stadtteile ist das circa 80 Hektar große Gelände ein attraktives Erholungsziel, das zu ausgedehnten Spaziergängen und zu vielerlei sportlichen Aktivitäten einlädt. Um dort auch verschnaufen oder verweilen zu können befanden sich auf dem Gelände dereinst 7 Bänke, je 3 auf den beiden Hauptwegen.

Die Verwaltung lässt keine Gelegenheit aus, die Bezirksvertreter auf die hohen Anschaffungs- und Montagekosten für Bänke hin zu weisen, wenn diese einmal mehr Bänke für bestimmte Orte in ihrem Bezirk vorschlagen. Aber selbst die teuren und am Boden befestigten Metallbänke auf der Merheimer Heide scheinen vor Vandalismus und Diebstahl nicht gefeit zu sein. Bei der Montage neuer Bänke wird der Bankfuß ca. 50-60 cm tief mit Beton im Boden verankert. Eine Demontage der Bank ist somit nur unter erheblichem Aufwand zu bewerkstelligen.

Als wären die Bänke aus intelligentem Birnbaumholz machten sie sich dennoch eines Tages auf den Weg durch die Heide. Rasen mähende Gärtner umfuhren sie zielgenau und reinigende Mitarbeiter kehrten um sie herum. Da städtische Bänke aber zumeist nicht aus intelligentem Birnbaumholz bestehen, hatten wohl Menschen Hand angelegt. Aus irgendwelchen oder besonderen Gründen waren die Bänke von ihren Bodenverankerungen gelöst worden. Dann standen sie eine ganze Zeit mal hier mal dort im Weg herum und schließlich sind nun 4 Bänke verschwunden.

Da es seit geraumer Zeit den der Heide fest zugeordneten Gärtnertrupp nicht mehr gibt und somit auch niemanden der sich um „seine“ Heide und ihre Möblierung kümmert, scheint das Phänomen der „abwanderungswilligen“ Bänke auch niemandem aufzufallen oder zu interessieren. So schreibt die Verwaltung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der LINKEN in der BV: „Die Verwaltung hat keine Kenntnis über das Lösen und Verschwinden von Bänken in der Merheimer Heide.

Auch die Autobarrieren zur Merheimer Heide sind öfter geöffnet, als dies nötig ist. Die Zufahrten zu den Anlagen sind mit einer herkömmlichen Dreikantschließanlage an Barriereschranken gesichert. Das Anbringen von Schlössern als zusätzliche Sicherung gegen verbotswidriges Befahren der Anlage hat sich als nicht durchsetzbar herausgestellt, da die Schlösser jeweils nach wenigen Tagen aufgebrochen waren.  Es herrscht wohl reger Autoverkehr, denn auch die erst vor rund 2 Jahren erneuerten Zuwegungen zum kleinen Sportplatz und dem gegenüber liegenden Westernhäuschen werden durch immer größer werdende Schlaglöcher zerstört.

In einem oder mehreren dieser dort verkehrenden Autos könnten die Bänke das Gelände verlassen haben, um eine andere Bleibe zu suchen. Vielleicht schreiben sie uns von dort mal eine Karte oder sogar ein Buch: „Aufbruch zur Scheibenwelt

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Kommentare
  1. Bert sagt:

    Hm … Vielleicht sinds ja Bad Banks …

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