Sparkasse: „Geschenke gibt’s nur für Politiker“

Veröffentlicht: 6. Juli 2010 in Kalk, Köln, Politik, Soziales, Stadtbezirk Kalk, Stadtentwicklung

Den diversen Medien war in den letzten Tagen zu entnehmen, dass der ehemalige Bürgermeister und CDU-Kommunalpolitiker Josef Müller einen Teil seines Beraterhonorars von der Sparkasse KölnBonn geschenkt bekommt.

Rund 300 000 Euro hatte Müller in den Jahren 2001 bis 2003 eingenommen. Doch eine Gegenleistung hat er nach Auffassung der Sparkasse nicht erbracht. In einer Klage gegen Müller und den früheren Vorstandsvorsitzenden Gustav Adolf Schröder, der den Vertrag vermittelt haben soll, fordert das Geldinstitut 356 000 Euro Schadenersatz. Das Gericht regte einen Vergleich an: Müller und Schröder sollen gemeinsam 250 000 Euro zahlen, 70 Prozent der Klagesumme. Der Verwaltungsrat hat sich für den Vergleichsvorschlages ausgesprochen. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates ist SPD-Fraktionschef Martin Börschel, ließ verlauten, dass die Annahme des Güteangebots einen Schlussstrich unter die seit 15 Monaten laufende Auseinandersetzung setze und „ein klarer Schritt bei der Aufarbeitung“  sei.

Dieser klare Schritt kostet die Sparkasse unterm Strich 106.ooo Euro. Davon 50.000, die Müller bereits verjubeln konnte. Der ehemalige Porzer Briefträger scheint bessere Beziehungen zu Kölner Kommunalpolitik und zur Sparkasse zu haben, als zum Beispiel die Besetzer der ehemaligen KHD-Kantine in Kalk.

Zwar prangten am gestrigen Montag an vielen EXPRESS-Automaten Hinweise, dass die Sparkasse auch im jugendkulturellen Bereich großzügig sei, doch war dies einer anderen Aktion zu verdanken.

Sparkasse schenkt Autonomen Haus – prangt in großen Lettern auf den Verkaufsboxen des Express, eine Art Bildzeitung für Köln. Während außen auf vielen der im gesamten Stadtgebiet verteilten Kästen das zu lesen ist, was wohl niemand für möglich hielt, findet sich im Innern der Zeitung als Beilage eine Pressemitteilung der Sparkasse KölnBonn. „Bereits eingeleitete rechtliche Schritte“ werden zurückgenommen heißt es dort und Ziel sei es „in sofortige Verhandlung mit den derzeitigen Nutzerinnen und Nutzern zu treten“. Die Sparkasse scheint verstanden zu haben, dass nach dem Gespräch mit Oberbürgermeister Roters nun sie selbst am Zuge ist.

Quelle: http://de.indymedia.org/2010/07/285551.shtml

Leider scheint doch nicht alles der Wahrheit zu entsprechen was auf Indymedia geschrieben wird. “Wir dementieren an dieser Stelle nochmals ausdrücklich Berichte denen zu Folge die Sparkasse Köln/Bonn den Besetzern der Wiersbergstraße 44 das Gebäude zur Nutzung überlassen hat.”  Teilte eine Sprecherin der Stadtsparkasse auf eine Anfrage mit.
Vielleicht sollten die Besetzer jetzt mal beim so bürgernahen Jupp Müller nachfragen, ob er nicht als Vermittler mit der Sparkasse reden will, um das Autonome Zentrum zu erhalten. Der Jupp hat doch nen goldenen – äh – guten Draht zu denen.

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