Autonomes Zentrum bringt WinWin-Situation für Kalk

Veröffentlicht: 15. Juni 2010 in Bezirksvertretung, Kalk, Köln, Politik, Stadtbezirk Kalk, Stadtentwicklung

Einen Bingo-Abend erwartet man in der Kirchengemeinde oder einer Senioreneinrichtung. Bingo-Abende finden, neben vielem anderen, aber auch völlig unkommerziell im Autonomen Zentrum in Kalk  statt. Die Einladung hierzu richtet sich an die Menschen im Veedel und im Stadtbezirk. Sie macht exemplarisch deutlich, welch eine Ergänzung ein Autonomes Zentrum generationsübergreifend im sozialen und kulturellen Netz der Stadt sein kann.

Nicht zuletzt wegen des für die Stadt kostenlosen Extras, gab es in den letzten Wochen viele Gespräche über den Erhalt des AZ. Es sprachen: Besetzer mit Bezirks- und Ratspolitikern, Politiker mit Sparkasse, Besetzer mit Sympathisanten, Sympathisanten mit Politikern …

Dies führte zumindest dazu, dass nicht wie vor 4 Jahren, im Barmer Block, kurz vor der Fifa-Fußball-WM „Klarschiff“ gemacht, geräumt und abgerissen wurde. Damals wurde prognostiziert, dass aus dem Gelände der teuerste Parkplatz Kölns würde und es traf ein. Auch für das Gelände der ehemaligen KHD-Werkskantine gibt es keine konkreten Pläne.

Die Eigentümerin, die Savo GmbH als Tochterunternehmen der Sparkassen-Immobilienfirma „Rhine Estate“, zahlt seit Jahren die anfallenden Nebenkosten, ohne Gebäude und Gelände verwerten zu können bzw. zu wollen. Nach einer Räumung käme es auch in Kalk zu einem Abriss und einem Brachgelände, dass für nichts anderes genutzt würde, als Müll darauf zu entsorgen und LKW zu parken.

Die  WinWin-Situation bei der alle Beteiligten nur gewinnen können, tritt deutlich hervor. Die Besetzer bewegen sich und haben sowohl ein Nutzungskonzept, als auch einen Finanzplan vorgestellt. Entsprechende Aushänge im AZ informieren über den Stand der Dinge. Jetzt ist es Zeit, dass sich auch die Sparkassen-Tochter als Eigentümerin und die Stadt Köln bewegen und dem AZ eine dauerhafte Perspektive geben. Die Rücknahme der Strafanzeige, wäre ein erstes Zeichen.

weitere Infos zum AZ (auf das Bild klicken):

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Kommentare
  1. haeppi sagt:

    aus einer Stellungnahme der Kölner Verwaltung:
    1) Bei dem in Rede stehenden Areal handelt es sich um Privateigentum, für dessen Schutz die Eigentümerin beziehungsweise der Eigentümer in erster Linie selbst verantwortlich ist. Im vorliegenden Fall sind die Vorraussetzungen für ein ordnungsbehördliches Einschreiten städtischer Ämter derzeit nicht gegeben, so dass eine Räumung von Seiten der Stadt nicht veranlasst werden konnte.
    2) Verstöße gegen die Regelungen der Kölner Straßenordnung stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes grundsätzlich durch die Verwaltung verfolgt und geahndet werden.
    Bislang konnten entsprechende Ordnungswidrigkeiten der Hausbesetzer nicht festgestellt beziehungsweise diesem Personenkreis nicht zugeordnet werden.
    Der Bereich wird wie üblich kontrolliert und gegebenenfalls die notwendigen ordnungsbe-hördlichen Maßnahmen eingeleitet.

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