Wo ist der Aufzug wohl sinnvoll?

Veröffentlicht: 18. März 2010 in DIE LINKE, Für Sie gelesen, Kalk, Köln, Medien 2010, Stadtbezirk Kalk, Vingst

Klare Antwort: an allen U-Bahn-Haltestellen! Schließlich will und muss Köln barrierefrei sein!

Die Bezirksvertreter sehen in ihrer Mehrheit beim Aufzugbau an den U-Bahn- Haltestellen den größten Bedarf in Vingst, weil „der gesamte Stadtteil derzeit über keinen barrierefreien Zugang zur Stadtbahn verfügt“. Schönes Argument, aber auch Neubrück verfügt über keinen barrierefreien Zugang zur Stadtbahn. Neubrück verfügt nicht mal über eine Stadtbahn. Wer jetzt aber glaubt, dass deswegen zumindest die Bushaltestelle vor dem Altenwohnheim (DOW) halbwegs barrierefrei sei, der irrt. Aufzüge baut man nicht unbedingt dort, wo keine sind, sondern da wo man sie braucht!
Brauchen tun sie die Bürger prinzipiell an allen U-Bahnhaltestellen. Das kein Geld für alle Haltestellen gleichzeitig zur Verfüfung gestellt wird, ist leider auch klar. Nach welchem Verfahren also wählt man die Standorte aus? Man könnte der Reihe nach zum Beispiel eine Haltestelle der Linie 1 nach der anderen aufrüsten. Wenn dann die Linie 1 fertig ist kommt die 3, dann die 4, bis in einigen Jahrzehnten dann alle ausgestattet sind. Man kann aber auch überlegen, wo der Bedarf am größten ist.

Vorschlag der Fachverwaltung

Die städtische Behindertenbeauftragte Marita Reinecke hat mit ihrem Team und in Absprache mit den Behindertenverbänden eine Liste aufgestellt, wo am dringensten Aufzüge gebaut werden müssen. Auf dieser Liste steht ein Aufzug für Kalk-Post weiter oben, als ein Aufzug in Vingst. Natürlich verstehe ich alle Vingster, dass sie den Aufzug wollen, doch 900 Unterschriften entwerten nicht dass an Kalk-Post mehr als doppelt so viele Menschen, als in Vingst fahren. Sie zeigen aber wie wichtig auch der Aufzug in Vingst ist.

Die Politik wäre somit gut beraten nicht die Stadtteile gegeneinander aus zu spielen, so nach dem Motto: „Wer die meisten mobilisiert, der bekommt die höchsten Zuwendungen“, sondern nach verträglichen Lösungen zu suchen und im Zweifel auch Maximallösungen zu fordern, wie zwei Aufzüge. Damit wäre das Thema schneller vom Tisch.

Übrigens berichtete auch die bürgerliche Presse:

aus KSTA 11.03.2010

aus Kölnische Rundschau 18.03.2010

 

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