Neubrück erhält Ortseingangstafel

Veröffentlicht: 20. Januar 2010 in Bezirksvertretung, Köln, Neubrück, Stadtbezirk Kalk

LINKE Anfrage zeigt Wirkung 

Neubrück wird zukünftig wieder von beiden Zufahrtsseiten als eigenständiger Stadtteil erkennbar sein. Die Verwaltung kündigt auf Grund einer mündlichen Nachfrage von mir an, am nördlichen Ortseingang Neubrücks eine so genannte Ortseingangstafel aufzustellen. 

 „Auch in Zeiten von Navis und Internethandys ist es für alle Verkehrsteilnehmer wichtig zu wissen, wo sie sich befinden. Außerdem gehört zu einem Stadtteil auch ein Stadtteilschild, wie ein Namensschild auf eine Klingel. Neubrücker sind stolz darauf Neubrücker zu sein und jeder soll es wissen, dass er nach Neubrück kommt.“ 

Zwar dienen Ortseingangstafeln nach Straßenverkehrsordnung nicht der Markierung von Stadtteilgrenzen, sondern dem Hinweis, dass man sich in einer geschlossenen Ortschaft befindet, jedoch ist dies in Neubrück durchaus gegeben. Schließlich gibt es genügend Fahrzeuge, die zwar an der Autobahnabfahrt Neubrück ein Hinweisschild Richtung Neubrück sehen, aber auf dem Weg in den Stadtteil an keiner Stelle erfahren, dass sie sich in einer geschlossenen Ortschaft befinden. 

 „Es ist schon erstaunlich, dass die Verwaltung auf Verkehr aus allen möglichen Richtungen verweist, aber die Autobahnabfahrt völlig ignoriert. Das versprochene Schild erfüllt also nicht nur wie angegeben den Zweck der Vereinheitlichung, sondern ist nach StVO durchaus notwendig. Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis es wirklich aufgestellt ist.“ 

Ich freue mich sehr, dass die Verwaltung auf meine mündliche Anfrage bezgl. Ortseingangsschild so schnell reagiert hat. Wenn das Schild dann wirklich kommt, hat DIE LINKE. wenigstens ein, wenn auch nicht revolutionäres, so doch sichtbares Zeichen gesetzt. 

Verwaltungsmitteilung 

Auch die übrige Tagesordnung zur Sitzung am 28.01.2010 ist nun veröffentlicht. 

Bemerkenswert hierbei ist eine Stellungnahme der Verwaltung zu einer Bürgereingabe für Ersatzpflanzungen für gefällte Straßenbäume in der Hans-Schulten-Straße unter TOP 2.1 

Zitat:

Bei den angesprochenen Fällaktionen und dem Entfernen der Wurzeln hat sich allerdings herausgestellt, dass das komplette Gebiet im 2. Weltkrieg ein ehemaliges Flugfeld mit Landebahn war.

Dass sich schräg gegenüber ein Mahnmal für die Gefallenen einer Flak-Stellung befindet, dass wegen eben dieses „Flugfeldes“ einst sogar der Kirchturm gekürzt wurde, das wissen vielleicht Brücker und Neubrücker, aber eben nicht die Verwaltung. Dass eben ein Rest der ehemaligen Flughafenringstraße des Fliegerhorstes Ostheim an der Josef-Gockeln-Straße heute als Fahrradweg genutzt wird, hätte man da schon eher wissen können. (Und genau dieser Teil führt durch das zu räumende Gelände.) Dass sich auf dem Gelände des angrenzenden Klinikum Köln-Merheim noch heute Kasernen und andere Bauten aus jener Zeit befinden und in Gebrauch sind, das hätte man aber schon wissen müssen.  
Dabei hätte schon ein Blick ins Internet gereicht. Auf Wikipedia steht beispielsweise:

Die geeignetste Baufläche war nach Ansicht des Rats das bundeseigene unbebaute ehemalige Rollfeld des von 1937 bis 1945 betriebenen Fliegerhorstes Ostheim im Südwesten des Stadtteils Brück.

Hauptsache jedoch ist, dass die Bäume kommen sollen. Bombensicher!

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