Ferienjob wird auf ALG II der Eltern angerechnet

Veröffentlicht: 18. Juli 2009 in Alg II, Armut, Hartz IV, Kinderarmut

Das meist steuer- und abgabenfrei bleibende Ferienjob-Einkommen muss beim Jobcenter bzw. bei der ArGE angegeben werden, wenn die Eltern Arbeitslosengeld II beziehen und ihre Kinder mit ihnen zusammen in einem Haushalt leben. Die Familie bildet dann eine sogenannte Bedarfsgemeinschaft, in der alle füreinander einstehen müssen. Bei dem Lohn aus dem Ferienjob handele es sich um Einkommen, das der Bedarfsgemeinschaft zufließt, genauso etwa wie die Ausbildungsvergütung, wenn eines der im Haushalt lebenden Kinder eine Lehre absolviert.

Anrechnungsfrei bleiben nur die ersten 100 Euro aus dem Job, von dem darüberliegenden Betrag zwischen 100 und 800 Euro sind es 20 Prozent, darüber bis zur Obergrenze von 1200 Euro dann nur noch zehn Prozent. Verdient also ein Schüler aus einem Hartz-IV-Haushalt in einem Monat 1000 Euro mit seinem Ferienjob, so bleiben ihm davon im Endeffekt nur 260 Euro für die Erfüllung seiner Wünsche. Denn die Geldleistung an seine Familie wird dann um 740 Euro gekürzt.

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