Widerstand lohnt sich!

Veröffentlicht: 9. Juli 2009 in Persönliches, Umwelt
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Die Bundeswehr verzichtet auf das Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide.

17 Jahre Widerstand haben sich gelohnt. Der Verzicht der Bundeswehr auf das Bombodrom ist ein Sieg für die außerparlamentarische Opposition, für die Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

Diese Entscheidung war längst überfällig und sie ist für mich ein Grund zur Freude.

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Kommentare
  1. brandennews sagt:

    Wir Brandenburger sind ja verschrien, mehr als konservativ zu sein. Aber hier hat sich mal positiv ausgewirkt: Wat der Bauer nich kennt, dat frisster nich.

  2. Neues Deutschland sagt:

    Berlin (ots) – Lasst uns feiern! Hoch soll sie leben, die Demokratie, die den Erfolg der vielen Heide-Davids gegen den Bundes-Goliath möglich gemacht hat. So wird die nun bald militärfreie Kyritz-Ruppiner Heide immer ein Symbol sein für das, was viele erst in Wendezeiten gelernt haben – und was dann nur allzu schnell untergepflügt wurde. Wir sind das Volk!

    Es liegt nun an den Siegern, was aus dem Gebiet wird. Von Tourismus allein wird man nicht leben können. Also ist der Bund, der so lange die Entwicklung verhindert hat, zur Wiedergutmachung aufgerufen. Auch die umliegenden Landesregierungen sind in der Pflicht, mehr in die Heide zu bringen als Wahlkampf-Plakate.

    Die Welt ist – bei allem Respekt für die Rebellen – letztlich jedoch nur um 142 Quadratkilometer friedlicher geworden. Bundeswehr und NATO haben verzichtet, weil sie andere Möglichkeiten haben, Soldaten für Kriege zu drillen und auf den Tod – den eigenen wie den von tausenden Unschuldigen – vorzubereiten. Zielstrebig hat die Luftwaffe ihre Übungsbasen in den USA erweitert, einen multinationalen Manöver-Korso durch Europa organisiert. Die Generale lassen sogar schon gemeinsam mit der Marine den scharfen Schuss vor Südafrika trainieren. Und nichts ist lehrreicher als der Einsatz selbst. Deutsche Piloten fliegen in Afghanistan: Noch »nur« als Aufklärer und in leitender Funktion unterm AWACS-Pilz.

    Nach dem Feiern bleibt viel zu tun. Auch für den eigenen Frieden.

    Originaltext: Neues Deutschland

  3. Südwest Presse sagt:

    Ulm (ots) – Nach 17 langen Jahren des Widerstands können die Bürgerinitiativen gegen das „Bombodrom“ triumphieren: Die Kyritz-Ruppiner Heide 120 Kilometer nördlich von Berlin wird nicht zum größten Luft-Boden-Schießplatz in Deutschland ausgebaut. Das ist eine schwere Niederlage für die Bundeswehr und für Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), auch wenn er das gestern nicht zugeben wollte.
    Die Bürger in der Region zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sahen insbesondere ihre Hoffnung gefährdet, die Gegend für „sanften Tourismus“ zu entwickeln. Ob das klappt, muss sich noch erweisen.
    Erst einmal muss die Bundeswehr peinliche Fragen beantworten: Warum hat sie das ganze Verfahren so dilettantisch geplant, dass sie 27 Prozesse verloren hat? Erstaunlich ist aber auch die Uneinigkeit im Bundeskabinett: Während Jung das Aus bedauert, freuen sich SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier – der in der Region seinen Wahlkreis hat – und der Ost-Beauftragte Wolfgang Tiefensee (SPD) in aller Öffentlichkeit. Das klingt verdächtig nach Populismus. Denn auch Jungs Vorgänger Peter Struck, heute SPD-Fraktionschef, hatte das Projekt gefördert.
    Schon fordern Nordhorn in Niedersachsen und Siegenburg in Bayern, wo die Bundeswehr derzeit ihre Übungsplätze hat, auch diese sollten jetzt geschlossen werden. Aus Sicht der Anwohner mag das verständlich sein. Aber die Bundeswehr braucht Übungsmöglichkeiten, und das nicht nur im Ausland. Aufgabe der Spitzenpolitiker wäre es, dafür zu werben und nicht nur auf die Chancen bei der nächsten Wahl zu schielen.

    Originaltext: Südwest Presse

    Die Konsequenz? – Bundeswehr abschaffen!

  4. Märkische Oderzeitung sagt:

    Frankfurt/Oder (ots) – Ob es die Einsicht in die immer klarer werdende juristische Aussichtslosigkeit war, die den Bundesverteidigungsminister zu seiner Entscheidung bewog, zuletzt sogar ein mehrheitlich ablehnendes Votum im Bundestag oder die anstehenden Bundes- und Landtagswahlen – es wird wohl von allem etwas dabei gewesen sein. Und jetzt kann sich Franz Josef Jung die gute Tat sogar ans eigene Revers heften. Er ist es, der die Reißleine gezogen hat. Ausweislich der verlorenen Prozesse hat die Bundeswehr alle
    Fehler gemacht, die man im politischen Geschäft wohl machen kann. Es ist aber bei diesem Konflikt noch etwas deutlich geworden, das auch in anderen Zusammenhängen immer wieder zu beobachten ist: dass der Bürgersinn oft nur bis vor die eigene Haustür reicht. Wer die Bundeswehr aber nicht abschaffen will, muss ihr auch Raum zum Üben geben. Und das kann nicht immer Kanada sein. +++

    Originaltext: Märkische Oderzeitung

    Die Konsequenz? – Bundeswehr abschaffen!

  5. Hans Waal sagt:

    So ein Tag so wunderschön … Beste Grüße aus der Ostprignitz!

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