Klimawandel in Köln

Veröffentlicht: 9. Juni 2009 in DIE LINKE, Köln, Klimaschutz, Umwelt, Umweltausschuss

Wie bereits in meinem Bericht über den letzten Umweltausschuss dargelegt hatte ich eine Anfrage bezüglich des Klimawandels und die Konsequenzen für Köln gestellt. Jetzt ist die Antwort da:

Bezogen auf die o.g. Anfrage nimmt die Umweltverwaltung wie folgt Stellung:
Das Land NRW hat eine Studie veröffentlicht, die den Klimawandel und die damit verbundenen Anpassungsstrategien für das Land NRW beschreibt.
Grundlage für eine erste Aussage über die regionalen Besonderheiten in NRW ist eine Auswertung der verschiedenen Klimaszenarien mit den Klimaprojektionen der Modelle REMO und WettReg des Potsdamer Instituts für Klimaforschung.
Das Ziel des vorliegenden Strategiepapiers ist es, die Anfälligkeit der Menschen und der Umwelt in NRW zu verringern und Chancen zu nutzen, die sich als Folgen der Klimaänderung ergeben. Die Landesregierung fordert alle Akteure, auch die Kommunen auf, in ihrem Handlungsfeld notwendige Maßnahmen zu initiieren.
Ziel der kommunalen Anpassungsstrategie sollten verschiedene Handlungsoptionen sein.
So ist das Problembewusstsein zu stärken, Handlungsoptionen sollten angeboten werden und Maßnahmen müssen initiiert werden.
Grundlage für diese Strategien ist aber das Wissen um die spezifischen, regionalen Folgen, weil sich die Folgen des Klimawandels im Bereich der Kölner Bucht deutlich von denen der Mittelgebirge NRWs unterscheiden werden.
Das Umweltamt führt daher derzeit mit ihrem Onlinezugriff für die Klimaprojektionen eine Datenauswahl, eine Detailanalyse und eine Aufarbeitung der Daten für verschiedene Klimaszenarien durch.
Diese dienen als Grundlage zur Erstellung kleinräumiger, auf die Kölner Bucht bezogene kartographische Darstellungen des Klimawandels, und zwar für ausgesuchte Parameter* und die verschiedenen Prognoseszenarien.
Die Aufbereitung der o.g. Rechenergebnisse des Potsdamer Instituts für Klimaforschung ist mit einigem Zeitaufwand verbunden. Die Verwaltung wird eine Ergebnisdarstellung mit Handlungsempfehlungen für die Gremien daher erst mittelfristig liefern.

* Jahreszeitl. Temperaturverteilung, sommerliche Extremtemperaturen, Zunahme der Anzahl der Tropennächte, jahreszeitl. Niederschlagsverteilung, Hochwasserergeinisse, etc..
 

Die Antwort als PDF
Natürlich ist es schön, dass sich die Verwaltung des Problems auf Grund meiner Anregung annimmt, doch in den ersten zweieinhalb Absätzen steht nichts anderes drin, als in der Klimastudie NRW auch schon steht, ist also quasi abgeschrieben. (siehe auch NRW-Studie zeigt Risiken des Klimawandels auf)
In der zweiten Hälfte der Antwort schließlich wird einerseits deutlich gemacht, warum Handlungsempfehlungen für Köln noch auf sich warten lassen müssen, aber andererseits wird versprochen eine Klimaprojektion für die Köln/Bonner Bucht zu erstellen. Sehen wir es positiv, denn SPD und Grüne sahen sich durch meine Anfrage motiviert einen ersten Antrag in Bezug auf „Anpassung an den Klimawandel“ für den nächsten Ausschuss zu stellen. In ihrer Begründung gehen sie nämlich explizit auf die von mir thematisierte NRW-Studie ein. Also auch hier kann man mal wieder sagen:
Links wirkt!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s