In Köln wird’s heiß

Veröffentlicht: 30. April 2009 in Köln, Klimaschutz, Umwelt, Umweltausschuss

Am 28.04. veröffentlichte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) eine Studie über den zu erwartenden Klimawandel in NRW. (siehe NRW-Studie zeigt Risiken des Klimawandels auf) Einen Tag später stellte der beauftragende NRW-Landesminister seine Strategie zurAnpassung an den Klimawandelvor. Darin heißt es unter anderem:

„Es ist wichtig sich auf den Klimawandel und seine Folgen einzustellen, und zwar nicht nur reaktiv, wie es Mensch und Natur immer schon getan haben, sondern vorausschauend. […] Ein vorsorgendes Handeln ist sinnvoll, weil es Schäden verhindern, die Lebensqualität erhöhen und neue Möglichkeiten offenhalten kann. […] Frühzeitiges Handeln ist jedoch nicht nur unter Vorsorgegesichtspunkten gegenüber Mensch und Natur sinnvoll und notwendig, sondern lohnt sich auch aus betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Gründen.“

Die Studie selbst stellt unmissverständlich dar, dass NRW vom Klimawandel stärker betroffen sein wird, als andere Bundesländer. Die Potsdamer Forscher rechnen in ihrer Studie mit einer starken Zunahme heißer Tage vor allem im Rheintal und in der Kölner Bucht, was nicht nur, aber vor allem älteren Menschen zu schaffen machen wird. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kommt zu einem ähnlichen Ergebnis und sieht die Stadtplaner in der Pflicht. So empfiehlt der DWD durch Bäume, Arkaden oder Sonnensegel für schattige Zonen zu sorgen. Eine klimaverträgliche Stadt benötige zudem viele, über die Stadt verteilte Grünflächen von mindestens einem Hektar Größe, um städtischen Wärmeinseln entgegen zu wirken. Um Konsequenzen für Köln daraus zu ziehen bzw. ziehen zu können, fragte ich im Umweltausschuss nach, ob die Verwaltung zur nächsten Sitzung eine Einschätzung und Stellungnahme zu den beiden obigen Papieren vorbereiten könne. Das Ergebnis wird wohl leider bis nach der Sommerpause auf sich warten lassen und dann je nachdem wie der Sommer wird, dringender erwartet werden denn je. Schließlich zeigte bereits der Hitzesommer 2003 die Konsequenzen, als deutschlandweit mehr als 7.000 Menschen in Folge der extremen Hitze starben.

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