Archiv für Satirisches/Lustiges

Umfragen sind die Horoskope von heute

Bei einem Ereignis wie den bevorstehenden Wahlen schlachten die Parteien gerne Umfragewerte aus, um ihre eigenen Anhänger zu motivieren. Auch vor vielen hundert Jahren sind Vorhersagen über die Zukunft bereits als Propagandamittel genutzt worden. So prophezeiten die Perser mit Hilfe der Sterne das Ende arabischer Vorherrschaft.
Professor Dr. Eva Orthmann vom Institut für Orient- und Islamwissenschaften der Universität Bonn untersucht zu diesem Thema historische Texte aus der Islamischen Welt.

Die Konkurrenz mit allen Mitteln schlecht zu machen, war auch schon in früheren Zeiten üblich: So haben sich die Perser bereits im 8. und 9. Jahrhundert die Astrologie für Propaganda-Zwecke zu Nutze gemacht. Nachdem der Iran im 7. Jahrhundert durch die Araber erobert worden war, errechneten die Perser anhand der Konstellation der Planeten Jupiter und Saturn das Ende der arabischen Herrschaft. In anti- arabischen Schriften kündigten sie die Rückkehr persischer Größe und Vorherrschaft an.

Die Menschen schrieben den Sternen früher nicht nur eine Wirkung auf individuelle Schicksale zu„, betont Professor Dr. Eva Orthmann. „Die Astrologie gab auch Aufschluss über die Zukunft politischer Systeme.“ Gleichzeitig diente der Blick in den Sternenhimmel der Entscheidungsfindung – etwa, um einen guten Tag für eine Schlacht zu wählen. „So konnte man als Herrscher auch ganz einfach Verantwortung abgeben„, sagt Eva Orthmann. „Wenn die Schlacht verloren wurde, hatten
halt die Sterne schlecht gestanden, oder der Astrologe hatte schlecht beraten.
“ Auch hier sind gewisse Parallelen zum heutigen „Berater-Staat“ nicht abzustreiten. ;-)

Schreibe einen Kommentar

Diese Woche: „Altern ist nichts für Feiglinge“

27. Juli bis 30. Juli täglich 21.30 Uhr

Eintritt frei (Der Hut geht rum)

unter dem Motto <<Gratis- und nicht umsonst>>

bietet Monika Blankenberg Ausschnitte aus ihrem aktuellen Soloprogramm:

 “Altern ist nichts für Feiglinge”

im

Atelier Theater,
Roonstr. 78
50674 Köln

siehe dazu auch den Beitrag: „Altern ist nichts für Feiglinge“ vom 06.07.

Schreibe einen Kommentar

„Altern ist nichts für Feiglinge“

Monika Blankenberg
Monika Blankenberg

Monika Blankenberg ausgestattet mit rheinischem Temperament, spitzer Zunge und Humor, wollte immer nur „18“ werden. Und das dauerte ewig.

Das muss…..letztes Jahr gewesen sein. Oder im vorletzten?

Erstaunt stellt sie fest, wie lange das schon her ist und wie rücksichtslos die Zeit im Turbogang an ihr vorbei rauscht. Und sie hechelnd hinterher.

Warum hat die Zeit es bloß so entsetzlich eilig?

Warum kommt nach Ostern gleich Weihnachten und dann schon wieder Ostern?

Und wieso sagt man auf einmal „junge Frau“ zu ihr?

Entschlossen zieht sie die Notbremse und findet sich in einer Gesellschaft wider, die sich zwar nicht mehr ausreichend vermehrt, aber demnächst wohl „Abwrackprämien“ für 35- jährige bezahlt.

Und während Monika Blankenberg augenzwinkernd und humorvoll den Begriff „altern“ seziert und darüber nachdenkt ob es nicht höchste Zeit für die erste revolutionäre Jungsenioren Generation ist, verfasst ihre Paradefigur „Elfriede Schmitz“ die wohl bekannteste „Teilzeitschuhverkäuferin“ der rheinischen Tiefebene, eine Videobotschaft an ihren „Dauerlieger“ Eberhard und räumt gründlich in ihrer Ehe auf.

Rechnen sie ruhig mit dem Auftauchen weiterer „gestandener“ Frauen, die sich einem vollkommen irrwitzigen Zeitgeist mutig in den Weg stellen, denn:

 „Altern ist nichts für Feiglinge

 Ein gesellschaftskritisches Programm für alte Junge und jung gebliebene Alte, gegen Diskriminierung, gegen hängende Mundwinkel und für mehr Lachfalten.

„Altern“ bedeutet schließlich nichts anderes als „leben“.

Vollblutkabarettistin Monika Blankenberg schafft auch in diesem Programm wieder die Gratwanderung zwischen Spaß und tiefem Hintersinn. Wenn auch ihre Geburtstagstorten mittlerweile aussehen wie „Fackelzüge“ folgen sie doch einfach der Einladung zu einem Abend gemeinsamer Faltenbildung!

 Ein Programm mit Lachfaltengarantie !

Termine:

20. Juli 2009 um 20 Uhr
Eintritt frei (Der Hut geht rum) Vorpremiere des neuen Kabarett- Soloprogramms „Altern ist nichts für Feiglinge“ im Rahmen des Bickendorfer Kultursommers der Buchhandlung U. Klinger, Rochusstr. 93 in 50827 Köln- Bickendorf  Tel.: 0221 – 5304658 Wegen des geringen Platzangebotes wird um Voranmeldung gebeten.

27. Juli bis 30. Juli täglich 21.30 Uhr
Eintritt frei (Der Hut geht rum) Gratis- und nicht umsonst Ausschnitte aus „Altern ist nichts für Feiglinge“ Atelier Theater, Roonstr. 78 in 50674 Köln

23. September’09 20.00 Uhr Einlass ab 19.00 Uhr
Eintritt frei, aber auch hier geht nachher der Hut rum. PREMIEREAltern ist nichts für Feiglinge“ Das neue Kabarett- Soloprogramm von und mit Monika Blankenberg Weißer Holunder, Gladbacherstr. 48 in 50672 Köln Reservierung unter Tel.: 0221- 513475

23. Oktober und 29. Oktober 2009 jeweils 20.00 Uhr
Altern ist nichts für Feiglinge“ inkl. 3- Gänge- Menü Gasthaus Nolden, Magdalenenstr. 33 in 53121 Bonn- Endenich NUR MIT VORANMELDUNG unter Tel.: 0228- 623304. Den genauen Preis weiß ich noch nicht – wir bei rund 30,00 € liegen.

2. November um 20.00 Uhr
Eintritt frei (der Hut geht rum)Altern ist nichts für Feiglinge“ Kabarett- Soloprogramm von und mit Monika Blankenberg Buchhandlung U. Klinger, Akazienweg 93 in 50827 Köln- Bickendorf  Tel: 0221- 5304658

28. November 2009 um 20.00 Uhr
Altern ist nichts für Feiglinge“ Kabarett- Soloprogramm von und mit Monika Blankenberg Theater Die Spindel, Untere Str. 133 (Hensen- Brauerei) in 41068 Mönchengladbach Tel.: 02161- 14700 Karten kosten 15,00 €

Schreibe einen Kommentar

42

Ich glaube an die 42

Ich glaube an die 42,
den Sinn,
die Wahrheit,
und den Grund des Lebens und der Erde,
Und an die
21,
die halbe Wahrheit,
der 42,
empfangen durch uns alle,
geboren in einer der vielen Galaxien,
gelitten unter Dummheit,
sie sitzt überall,
niemand kann vor ihr entkommen;
und sie wird kommen,
zu richten die Ungläubigen und die Leugner.

Ich glaube an die Heilige Zahl,
die heilige mathematische 42!

Für die 42 gibt es bei Goggel ungefähr 2.220.000.000 Ergebnisse!!! darunter allein 104.000.000 Seiten auf Deutsch. Das zweite und erste Ergebnis (beachte: 2. und 1. entspricht in Ziffern genau 21, also der halben Wahrheit) ist der Eintrag bei Wikipedia über die 42 und „Per Anhalter durch die Galaxis„.

Ebenfalls der halben Wahrheit entsprich die Anzahl der Tage zwischen dem Handtuch-Tag und dem heutigen Tag.

Towel Day - Keine Panik

 

Ein Jahr lang 42!
und dann heißt es auch noch alle sieben Jahre ändert sich der Mensch.

Sie stehen beispielsweise in der Küche und wissen absolut nicht mehr, warum Sie dahingegangen sind. Das passiert jedem, aber weil es kein Wort dafür gibt – vielmehr gab – , denkt sich jeder, er sei der einzige, der so einen Blödsinn macht, und daß er deswegen ganz besonders bescheuert ist. Wie erleichternd ist es doch, wenn man merkt, daß alle anderen genauso bescheuert sind, und daß das, was wir da in der Küche tun, während wir uns fragen, warum wir da eigentlich hingegangen sind, nichts weiter ist als >Woking< .

(aus Neil Gaiman (1990): Keine Panik, S.155)

Schreibe einen Kommentar

Ignorierte Politiker

Gestern standen die Medien voll mit Trauernachrichten bezüglich der Wahlbeteiligung bei der Europawahl am letzten Sonntag. Heute stehen sie voll mit Berichten über hyperaktive Politiker, die Wahlpflichten und Bußgelder einführen wollen, weil sie es ohne nicht mehr schaffen ihr Klientel zur Wahl zu mobilisieren.

So hat es nach einer Kurzanalyse der Stadt Köln zur Europawahl die Kölner SPD nur bei 35 Prozent ihres Anhängerpotenzials geschafft, diese zur Wahl zu mobilisieren. Die Kölner CDU hat gar nur jede/n achte Wahlberechtigte bzw. Wahlberechtigten (12 Prozent) zur Wahl mobilisiert, dabei aber ihr Wählerpotenzial zu 60 Prozent ausgeschöpft. Auch DIE LINKE schaffte es nicht ihr Wählerpotenzial an die Urne zu bringen. Nur 53 Prozent der potenziellen LINKS-Wähler konnten mobilisiert werden.

Zu all den oben bereits erwähnten Vorschlägen und Maßnahmen zur Steigerung der Wahlbeteiligung habe ich heute einen schönen Kommentar in der WELT gelesen, den ich hier auszugsweise wiedergebe:

 Wenn der Berg nicht kommt

Politiker können vieles ertragen, nur nicht, dass man sie ignoriert. Dann zeigen sie eine Hilflosigkeit, die so gar nicht zu ihrem sonst gepflegten Selbstbild der Wichtigkeit und Bedeutung passen will. Nach der Europawahl rufen manche wie enttäuschte Kinder nach Wahlpflicht. Die Bürger sollen durch Strafen gezwungen werden, ihr Wahlrecht wahrzunehmen. Unwillkürlich fällt einem Brechts berühmtes, auf das DDR-Regime gemünztes Gedicht „Die Lösung“ ein: „Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“

schreibt Michael Miersch in seinem Kommentar.
Weiter heißt es dort:

Auch wenn es einige Demokratien mit Wahlpflicht gibt, so ist der Zwang zur politischen Teilnahme doch im Kern nicht freiheitlich. Denn Freiheit ist auch die Freiheit, völlig unpolitisch sein zu dürfen. Oder sich zu seinem Nichtwissen zu bekennen und durchaus verantwortungsvoll eine Entscheidung nicht zu treffen, für die man keine Kriterien besitzt. Ein Demokratiezwang würde nichts besser machen. Aus Desinteressierten werden keine glühenden Demokraten, wenn sie ihre Stimme wie ihre Steuerklärung abgeben müssen.

Außerdem sollte man in der Tat wissen, dass viele Nichtwähler keine faulen Bürger sind, die ihren Ar… nicht hochkriegen, sondern der Politik auch auf diese Weise einen Denkzettel verpassen wollen, was augenscheinlich zumindest kurzfristig gelingt.

Nicht die Bürger, die Politiker müssen sich bewegen. Denn, wie ein schönes deutsches Sprichwort sagt: „Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg.“

Schreibe einen Kommentar

Vorsicht „Kampfhund“-Besitzer

Wenn Du der Besitzer eines Kampfhundes bist und du auch noch ein kleines Kind hast, so nimm dies als Warnung!
Lassen Sie ihren Hund unter gar keinen Umständen unbeaufsichtigt mit Ihrem Kind alleine.
Ein kurzer Moment reichte um folgendes geschehen zu lassen.
Schau dir das Bild an.

Schreibe einen Kommentar