Lästige Wurzelanhebungen und Längsrisse auf dem gemeinsamen Geh- und Radweg entlang der Broichstraße in Köln-Merheim gehören nun der Vergangenheit an. Das Amt für Straßen und Verkehrstechnik hat auf einer Länge von rund 850 Metern den Weg zwischen dem Übergang an der Stadtbahnlinie 1 und der Ostmerheimer Straße komplett saniert. Fußgänger und Radfahrer können die Broichstraße nun wieder ohne Beeinträchtigungen nutzen.
Die Kosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf rund 40.000 Euro.
Archiv für Merheim
Geh- und Radweg in Köln-Merheim saniert
Das war die Bezirksvertretung Kalk am 25.06.09
Nachdem in den Kommentaren zum Artikel „25.06.09 Bezirksvertretung Kalk“ schon Stellung bezogen wurde und auch ungeduldig nachgefragt wurde, was denn nun war, hier ein Kurzbericht.
Zunächst interessiert uns natürlich, was aus dem SPD-Antrag bezüglich der „Grünfläche an der Hans-Schulten-Straße in Brück“ wurde. Es wurde hier ja deutlich gemacht, dass es sich dabei um eine Hundefreilauffläche für Neubrück und Brück handel. Erstaunlicherweise gab die Verwaltung dazu eine Stellungnahme ab, welche diese Tatsache ebenfalls ignoriert. Jedenfalls erfahren wir, dass der so genannte Zirkus “irrtümlich auf dem falschen Grundstück aufgebaut“ hatte. Es wird die Aussage aus Goethes Kommentar bestätigt, dass man die Fläche mit Großrasenmähern befahren müsse und man lehnte seitens der Verwaltung eine Grillstelle ab, weil „die Nutzung der regulär eingerichteten Grillplätze stark zurück gegangen ist„. Hinzu käme, dass die Grillplätze früher stark von Vandalismusschäden betroffen gewesen seien.
Aber das Thema wird uns weiter beschäftigen, denn die Behandlung dieses Punktes ist zu Beginn der Sitzung vertagt worden.
Entweder taucht er dann am Donnerstag, 3. September 2009 um 17 Uhr auf der letzten Sitzung dieser Bezirksvertretung (4 Tage nach der Kommunalwahl) wieder auf oder die neue BV muss sich später damit beschäftigen.
Der zweite Punkt um den es hier ging war der CDU-Antrag bezüglich eines „grünen Pfeils“ am Nohlenweg. Anscheinend hatten sich die hier vorgebrachten Argumente, dann doch bis in die Bezirksvertretung rund gesprochen, denn es wurde ein neuer Antragstext formuliert und beschlossen:
Die Bezirksvertretung Kalk beschließt, die Verwaltung zu beauftragen, zu prüfen, ob die Lichtsignalanlage an der Ecke Nohlenweg/Olpener Straße in Köln-Höhenberg mit einer verkehrsabhängigen Steuerung ausgestattet werden kann. Sollte dies nicht möglich sein, ist ein Abschalten dieser Anlage in den Nachtstunden zu prüfen.
Beschlussprotokoll über die 41. Sitzung der Bezirksvertretung Kalk in der Wahlperiode 2004/2009 am Donnerstag, dem 25.06.2009, 17:02 Uhr bis 18:27 Uhr, Raum 901
Aus diesem geht leider auch ein eventuell folgenreicher Beschluss für die freiwillige Feuerwehr Köln-Brück hervor. Hinter TOP 8.2.2 und der Überschrift: Beschluss über die Einleitung betreffend die 1. Änderung des Bebauungsplanes Nummer 75450/04 Arbeitstitel: „Im Oberen Bruch in Köln-Brück, 1. Änderung“ 1843/2009 verbirgt sich nichts anderes als die Festlegung auf einen Standort für das neue Gerätehaus der FFW-Brück. Natürlich an der Stelle, wo es die Feuerwehr nicht haben will. Der entsprechende Beschluss, der mit den Stimmen von CDU, Grünen und FDP gefällt wurde lautet denn auch:
Der Stadtentwicklungsausschuss beschließt, das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes Nummer 75450/04 gemäß § 2 Absatz 1 in Verbindung mit § 1 Absatz 8 Baugesetzbuch (BauGB) für das Gebiet nordwestlich des Pohlstadtsweges, südlich des Fuß- und Radweges, ca. 80 m der Bebauungsplangrenze nach Südwesten folgend, rechtwinkelig zum Pohlstadtsweg zurück und die Wohnbaufläche südlich Oberer Bruchweg/westlich Eiskaulenweg —Arbeitstitel: „Im Oberen Bruch in Köln-Brück, 1. Änderung“— einzuleiten mit dem Ziel, eine Baufläche für ein Feuerwehrgerätehaus festzusetzen und eine festgesetzte Wohnbaufläche in eine Grünfläche umzuwandeln.
Damit haben sich die Befürchtungen der FFW erstmal bestätigt.
Bis dahin, wir lesen voneinander.
25.06.09 Bezirksvertretung Kalk
Am Donnerstag um 17.00 treffen sich die Kalker Bezirksvertreter zu ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause. Die Tagesordnung ist recht umfangreich und teilweise auch zum Schmunzeln.
Bei der SPD geht’s um die Wurst.
Die SPD-Fraktion beantragt zum Beispiel „zu prüfen, ob die Grünfläche an der Hans-Schulten-Straße besser für Freizeitsuchende, z.B. mit einer Grillstelle besser genutzt werden kann.“
Hei wird das ein Spaß, denn laut Website der Stadt Köln ist die oben gemeinte Fläche Hundefreilauffläche Nr. 69. Da dürfen sich die Griller dann mit den Hunden um’s Grill Gut streiten.
SPD-Antrag im Wortlaut
Bei der CDU gilt Rechts vor Links
So beantragt sie „zu prüfen, ob an der Ecke Nohlenweg/Olpener Straße in Köln-Höhenberg ein sogenannter „grüner Pfeil“ eingerichtet werden kann.“ Leute, die Prüfung ist abgeschlossen. Die Ampel, die dort gemeint ist, ist so eingerichtet, dass man nur rechts abbiegen kann! Der Grüne Pfeil, würde somit die gesamte Ampel ad absurdum führen. Es ist schlicht nicht möglich oder erlaubt da Links abzubiegen oder geradeaus zu fahren. Ampel weg, denn ein Vorfahrt-Achten-Schild steht schon da? Vielleicht noch gegen ein STOPP-Schild tauschen? Also ehrlich, wer rechts abbiegt und rot sieht … Nein mal ernsthaft, es spricht nichts dagegen diese Ampel nachts abzuschalten. Viel wichtiger aber als die Ecke Nohlenweg/Olpener Straße ist rund 2 Kilometer weiter östlich die Kreuzung Olpener Str./Hans-Schulten-Str.. Während nämlich die Linksabbieger von der Olpener in die Hans-Schulten grün haben, haben die Rechtsabbieger von der Hans-Schulten auf die Olpener rot. Das ist echt Blödsinn!
CDU-Antrag im Wortlaut
Eine sehr interessante und eventuell Anwohnerfreundliche Anfrage hat dagegen Özgür Demirel von der LINKEN gestellt. Er verweist auf eine Antwort der Verwaltung im Januar des Jahres. Dort heißt es, dass die AWB ihrer Verpflichtung der Straßenreinigung „offensichtlich nicht nachgekommen“ sei.
Nun will er wissen, ob denn die Anwohner dafür zur Kasse gebeten wurden und wie man es begründen könne eine Leistung in Rechnung zu stellen, die nicht erbracht wurde.
LINKE-Anfrage im Wortlaut
Da darf man doch mal gespannt sein, was dabei raus kommt. Viel wichtiger und ernster jedoch dürfte es werden, wenn es um die Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Köln-Brück geht. Entgegen des klaren Willens der Feuerwehr und eigentlich auch entgegen jeder Logik versuchen CDU und Grüne die Verlagerung der Feuerwache auf das von ihnen bevorzugte, aber nicht geeignete, Grundstück am Pohlstadtsweg an der Astrid-Lindgren-Allee zu forcieren. Gleichzeitig soll durch einen Bebauungsplan geregelt werden, dass auf dem von der Feuerwehr gewünschten Grundstück nicht mehr gebaut werden kann.
Warten wir’s ab.
Mit dem Bus ins Krankenhaus
Das seit 17 Jahren andauernde Gerangel zwischen Politik, Verwaltung und KVB um eine Anbindung des Merheimer Klinikums an den öffentlichen Nahverkehr ist beende! Zum Fahrplanwechsel im kommenden Dezember werden erstmals die Busse das Krankenhaus und die LVR-Klinik sowie das in der direkten Nacbbarschaft liegenden Neubaugebiet „Merheimer Gärten“ mit rund 700 Wohnungen anfahren. Der städtische Verkehrsausschuss übernahm am 16. Juni einstimmig die Forderungen und Beschlüsse der Kalker Bezirksvertretung.
Hier ein Artikel aus dem heutigen Stadtanzeiger

Ortstermin: Mit dem Bus in die Merheimer Kliniken
Beschluss der Bezirksvertretung
DIE LINKE. befürwortet zwar auch diesen Beschluss fordert aber darüber hinaus eine Durchfahrt durch das Klinikgelände über das Gelände der LVR-Klinik und über die Wilhelm-Griesinger-Straße und Servatiusstraße. Dort der Linie 157 folgend und weiter bis zum Neubaugebiet „Waldbadviertel“ (Millionenacker) und saisonal bis zum Vingster Baggerloch. Damit ließen sich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen und nicht nur ein „weißer Fleck“ auf der Landkarte des Kölner ÖPNV beseitigen.
Ortstermin: Mit dem Bus in die Merheimer Kliniken
„Kliniken stehen auf dem Fahrplan“ überschreibt der Kölner Stadtanzeiger in seiner heutigen Ausgabe einen Artikel zum Thema „Anbindung der Merheimer Krankenhäuser an das Nahverkehrssystem.“
Wer letzte Woche Dienstag bei der Sitzung der Bezirksvertretung Kalk war, der erfährt nicht viel neues aber zumeist sind da nicht so viele Leute, wie es eigentlich wünschenswert ist. Jedenfalls legte die Verwaltung zwei verschiedene Varianten zur Umsetzung der Anbindung vor.
Favorit von KVB und Stadt ist dabei die Einrichtung der ganz neuen Buslinie 158, die im 30-Minuten-Takt von der Straßenbahnhaltestelle Merheim am Kieskauler Weg aus als Pendelbus zunächst die Neubauten, dann das Krankenhaus und auch die Rheinische Landesklinik (LVR-Klinik) anfährt.
Alternativ sei auch eine zusätzliche Schleife der derzeitigen Buslinie 157 (von Höhenhaus nach Ostheim) möglich. Der Bus würde dann von der Kreuzung Olpener Straße und Ostmerheimer Straße aus Stopps an den Hospitälern einlegen, das Neubauviertel durchqueren ehe er über die Madausstraße auf die ursprüngliche Route zurückkehrt.
Die von den Bezirksvertretern gewünschte Durchfahrt des Busses von der Haltestelle Merheim (Linie 1) nach Ostheim (Linie 9) mit der Möglichkeit, später auch die geplanten Neubauten auf dem ehemaligen „Millionenacker“ mit anzubinden, lehnte Christian Dörkes vom Stadtplanungsamt als „nicht wirtschaftlich“ ab. Eine saisonale Verlängerung bis zum Naturfreibad Vingst, wie DIE LINKE. OV Schäl-Sick sie fordert, rückt damit erstmal in weite Ferne, obwohl sie sicherlich, wie die Anbindung des „Millionenacker“ weiteres Geld in die Kasse spülen würde.
Eine Durchfahrt der neuen Buslinie 158 nach Ostheim sei möglich, erklärte die Verwaltung, allerdings würden sich die Kosten verdoppeln. Hier sind bislang 300 000 Euro pro Jahr veranschlagt, von denen die KVB „nach einer Eingewöhnungsphase“ 130 000 Euro über die Fahrgäste wieder einnehmen will. Das bleibenden Defizit sei, so Dörkes, nicht gedeckt. „Dafür muss dann der Stadtwerke-Konzern aufkommen“, sagte Gunther Höhn von der KVB.
Am 02. Juni trifft sich nun die Bezirksvertretung um 16:30 an der Haltestelle Merheim zu einer Bustour durch das anzubindende Gelände. Danach wolle man dem Verkehrsausschuss eine Entscheidung vorlegen.






